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The Defigurheads: Chaos & Cosmos (Review)

Artist:

The Defigurheads

The Defigurheads: Chaos & Cosmos
Album:

Chaos & Cosmos

Medium: CD/Download
Stil:

Bluesrock / Garage

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 41:56
Erschienen: 01.06.2018
Website: [Link]

Ihren "jammigen" Garagen-Bluesrock haben die merkwürdig benannten THE DEFIGURHEADS auf Album Nummer zweit in ihrer noch jungen Karriere nicht weiter ausgefeilt; "Chaos & Cosmos" dümpelt erschreckend schlapp vor sich hin, obwohl die Scheibe in Kalifornien abgemischt und vom renommierten Produzenten Maor Appelbaum gemastert wurde. Dynamik Fehlanzeige … was aber auch an der Ideenlosigkeit der Mitglieder liegen könnte.

Die Franzosen basieren einen Großteil ihres Materials auf fies stereotypen Kadenzen, die jeder Blaumannträger nach drei Gitarrenstunden verinnerlicht hat. Falls die exzentrischen Vocals mit narrativer Anmutung den Songs etwas aufregend Spleeniges verleihen sollen, geht dieser Schuss nach hinten los, denn das gespreizte Gehabe fällt spätestens im dritten Song auf die Nerven.

Die kurzen Stücke 'Serious Disease' und 'Anger' überzeugen wenigstens einigermaßen, und das in erster Linie aufgrund ihres ausnahmsweise flotteren Tempos. Textliche Nichtigkeiten wie 'Rock N Roll Babe' verärgern wiederum umso mehr, zumal das instrumentale Fundament den Fauxpas nicht relativiert. Mit der ziellosen Improvisation 'Ten Minutes' schlägt die Gruppe aus der weiteren Ardennenregion dem Fass endgültig den Boden aus. Wäre die Chose nicht handwerklich amtlich umgesetzt worden, müsste man bei "Chaos & Cosmos" von einem Totalausfall sprechen.

Am ehesten gefallen noch die Solosparts, selbst wenn auch in dieser Hinsicht Raffungen vonnöten gewesen wären. THE DEFIGURHEADS klingen über weite Strecken wie eine jener Kapellen, die uns von Dorffesten vertreiben, weil ihre Musik zu laut ist, um weghören zu können, und Unterhaltungen erschwert.

FAZIT: "Chaos & Cosmos" ist trotz seiner schicken Aufmachung ein Album für die Grabbelkiste. THE DEFIGURHEADS langatmige Roots-Rock-Willkür mit starken Blues- und Garage-Bezügen krankt latent an fehlendem Spielwitz (das nicht enden wollende Genudel ist nämlich nichts dergleichen) und nachvollziehbaren Einfällen. Wer bei aller Freude am Lärmen nichts zu sagen hat, hält besser den Mund bzw. die Hände still.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 406x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Like A Zombie
  • Serious Disease
  • Schrodinger's Cat
  • Misery
  • Rock N Roll Babe
  • Ten Minutes
  • Before Chaos
  • Anger
  • Little Brother

Besetzung:

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