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The Perc Meets The Hidden Gentleman & The Lavender Orchestra: praha (Review)

Artist:

The Perc Meets The Hidden Gentleman & The Lavender Orchestra

The Perc Meets The Hidden Gentleman & The Lavender Orchestra: praha
Album:

praha

Medium: CD
Stil:

Experimenteller Krautrock +

Label: Sireena Records/Tribal Stomp/Shack Media
Spieldauer: 53:41
Erschienen: 08.12.2017
Website: [Link]

Auf der „Lavender“-Tour 1991/92 machten THE PERC MEETS THE HIDDEN GENTLEMAN auch Halt in Prag und performten einen energiegeladenen Auftritt vor enthusiastischem Publikum. Irgendjemand nahm das Konzert auf, ein halbes Jahr später erschien ein akzeptabel klingendes Bootleg. Anstatt den Bootlegger zu verklagen, übernahmen Tom „The Perc“ Redecker und Emilio „The Hidden Gentleman“ Winschetti die Hälfte der Pressungen und verkauften sie in Eigenregie.

Ziemlich genau 26 Jahre später (zwanzig nach der ersten CD-Veröffentlichung), ergänzt um den Zugabenpart „Swallow Me Blind/Passah People“, wird die Aufnahme aus dem Prager „Bunkr“ auf CD wiederveröffentlicht. Klanglich aufgepeppt in einem Maß, das Staunen lässt (von einigen begleitenden Knacksern stellenweise abgesehen). Gemessen an der Entstehungsgeschichte ist der Sound herausragend. Insbesondere die Rhythmusabteilung kommt äußerst knackig rüber, aber auch die melodietragenden Instrumente (fette Orgelparts) und Winschettis knurriger Gesang bewegen sich abseits jeder dumpfen Bunkermentalität.

Musikalisch setzt es die „Lavender“-eigene ganz spezielle knarzige Post-Krautrockvariante. Redecker und Winschetti wissen um die Energie des Punk, zelebrieren Ausflüge mit psychedelischem Space-Rock und beherrschen die Kunst einprägsame Refrains so bärbeißig wie höchst individuell vorzubringen („The Moon Of Both Sides“). Die Gitarren dürfen schwelgen, die Keyboards für Pforten des Bewusstseins öffnendes Ambiente sorgen. Das bunte Treiben kann zwei, vier, sieben oder fünfzehn Minuten dauern, man hat nie das Gefühl, dass eine Sekunde überflüssig ist. Selbst beim ausufernden „The Lavender Cantos“ wird derart druckvoll aufgespielt, dass man im Schweben glaubt, einen Sprint zu laufen.

FAZIT: Ein Vierteljahrhundert ist vergangen und THE PERC MEETS THE HIDDEN GENTLEMAN rocken immer noch. Live in Prag. Dankenswerte und aufgebohrte CD-Veröffentlichung der Aufnahme eines Auftritts, von dem man sich wünscht, dabei gewesen zu sein. Besseres kann man über eine derartige Publikation wohl kaum sagen. Krautrock rulez, Psychdelica rulez, Punk rulez. THE PERC MEETS THE HIDDEN GENTLEMAN tun es auch. Voller Energie. Space is the Place. Gönnt es Euch. Heya! [Album bei Amazon kaufen]

Jochen König (Info) (Review 483x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Orpheus Rising
  • The Lavender Cantos
  • Part One: Vermilion Sands
  • Part Two: Himinam Ana Airthai
  • Part Three: Seven Flags On The Peak
  • This Moon Of Both Sides incl. The Return Of The Snowbird
  • Man-I-Toba
  • Bronx Vanilla
  • Respect & Devotion – Part One
  • Hotel Of Empty Souls
  • Heya
  • Swallow Me Blind / Passah People [Bonustrack]

Besetzung:

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