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Toska: Fire By The Silos (Review)

Artist:

Toska

Toska: Fire By The Silos
Album:

Fire By The Silos

Medium: CD
Stil:

Instrumental Prog / Math Rock

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 66:26
Erschienen: 02.11.2018
Website: [Link]

Das englische Prog-Instrumental-Trio TOSKA führt anno 2018 die erste Veröffentlichung auf Albumlänge ins Feld, nachdem die Studio- und die folgende Live-Version der Erst-EP „Ode to the Author“ durchaus zu gefallen wussten. „Fire By The Silos“ ist mit über einer Stunde Spielzeit selbst dann noch üppig ausgefallen, wenn man für Geräuschintro und den Spoken Word-Titeltrack 10min abzieht.

Musikalisch sortiert sich der Dreier irgendwo zwischen semi-atmosphärischem Postmetal und „Knüppel aus dem Sack“ ein, wobei man das Gefühl nicht los wird, TOSKA säßen eher etwas unbequem zwischen den Stühlen als fest im Sattel. Zu inkonsequent werden die eigentlichen Genrestärken jeweils zu Ende gespielt, so dass letztlich niemand Gefahr läuft, sich wegen Abasiesquer Rhythmus-Kunststücke oder – am anderen Ende – träumerischer Post-Schwelgerei in der Musik zu verlieren. Fett produziert und spielerisch selbstredend ohne Fehl und Tadel ist alles Gehörte, weshalb das Album sich zwischen Fisch und Fleisch irgendwie für Gemüse entscheidet.

Bisweilen entsteht der Eindruck, man habe eine Bonus-CD mit Instrumentalmixes von KARNIVOOL oder tastenbefreiten HAKEN aufgelegt – alles sehr gefällig und durch die Bank tight dargeboten, aber das alles Entscheidende fehlt. Dass das nicht zwingend Gesang sein muss, beweisen nicht nur die PLINIs dieser Welt in ähnlich modernem Fahrwasser seit längerem: das Songwriting auf „Fire By The Silos“ krankt letztlich am fast vollständigen Fehlen von Melodiebögen, die so etwas wie eine Geschichte zu erzählen vermögen. Anzunehmen, dass auch die keyboardlose Trio-Ausrichtung ihr Übriges dazu beiträgt – um aus gutem Stückwerk gute Songs zu machen, fehlen auch für ausgewiesene Instrumentalfans entweder ein paar Hände oder eben doch eine Stimme.

FAZIT: Ein Haufen cooler Riffs und das starke Triogefüge machen „Fire By The Silos“ durchaus hörenswert, reichen aber wegen akuter Melodiearmut nicht aus, um selbst instrumentalbegeisterte Hörer viel länger als eine volle Rotation bei der Stange zu halten.

Daniel Kluger (Info) (Review 256x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • The Herd
  • A Tall Order
  • Abomasum
  • Congress
  • Fire By The Silos
  • When Genghis Wakes
  • Ataraxy
  • Prayermonger
  • The Heard

Besetzung:

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