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Jordan Rudess: Wired For Madness (Review)

Artist:

Jordan Rudess

Jordan Rudess: Wired For Madness
Album:

Wired For Madness

Medium: CD/Download
Stil:

Fusion / Progressive Metal

Label: Mascot / Rough Trade
Spieldauer: 60:32
Erschienen: 19.04.2019
Website: [Link]

Nein, Soloalben von JORDAN RUDESS waren noch nie gewöhnliches Keyboard-Shredding für aufstrebende Pianisten mit masochistischen Neigungen, die sich von ihrer eigenen Erbärmlichkeit im Angesicht des Genius überzeugen wollen, sondern für sich allein stehende Instrumental-Kunstwerke, deren Gehalt weit über die Demonstration der Möglichkeiten elektronischer Tasteninstrumente hinausgingen.

Andererseits richtet sich natürlich auch "Wired For Madness" fraglos in erster Linie an Musiker bzw. Hörer mit hohen Ansprüchen, die Kompositionen gerne auch mal zergliedern und analysieren möchten. Damit haben sie im Laufe der ersten halben Stunde Wahnsinn, die der Dream Theater-Organist mit dem zweigeteilten Titelstück verbreitet, eine Menge zu tun. Von klassischen Arrangements über augenzwinkernde Fusion-Supermarktbeschallung bis zu karnevalesken Klavier-Einwürfen schneidet der Virtuose vieles an, ohne es zu einem nachvollziehbaren Ende zu führen, auch wenn er nicht einmal andauernd selbst im Mittelpunkt steht.

Immerhin geben sich sowohl in den ersten beiden Tracks als auch im weiteren Verlauf immer wieder auch andere erlauchte Persönlichkeiten die Staffel in die Hand, allen voran ein gesanglich bestens aufgelegter James LaBrie und James Petrucci, der ein paar deftige Riffs einstreut. Die famosen Schlagzeuger Marco Minnemann und Rod Morgenstein halten das Gewimmel zusammen, sonst würde es wahrscheinlich wie eine Aneinanderreihung durchgeknallter Ideen ohne Zusammenhang wirken.

Richtig stark wird "Wired For Madness" eigentlich erst durch die sechs durchschnittlich langen Lieder im Anschluss an den Titel-"Song". 'Off The Ground' ist eine ungewöhnlich britisch klingende Ballade, 'Drop Twist' wäre auf einer von RUDESS' zwei Platten mit Liquid Tension Experiment ein instrumentales Glanzstück gewesen, und in der Blues-Überraschung 'Just Can’t Win' stehlen ihm sowohl Joe Bonamassa als auch eine Bläsersektion die Show. Das an Dixie Dregs erinnernde 'Why I Dream' schließt dieses anstrengende, aber lohnenswerte Ungetüm schlüssig ab.

FAZIT: "Wired For Madness" ist ein forderndes Stück ungeheuer breit gefächerter Musik und mindestens zur Hälfte ausschließlich für Keyboard-Fans gedacht; den Rest bestreitet JORDAN RUDESS mit erfreulich kompakten, beinahe herkömmlichen Tracks in einem recht konventionellen Prog-Kontext.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 450x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Wired for Madness Part 1
  • Wired for Madness Part 2
  • Off the Ground
  • Drop Twist
  • Perpetual Shine
  • Just Can't Win
  • Just for Today
  • Why I Dream

Besetzung:

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