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King Apathy: Wounds (Review)

Artist:

King Apathy

King Apathy: Wounds
Album:

Wounds

Medium: CD/Download
Stil:

Post Black Metal

Label: Lifeforce / Soulfood
Spieldauer: 45:38
Erschienen: 22.02.2019
Website: [Link]

Es bleibt dabei: Die ehemaligen Thränenkind stagnieren auch auf ihrem ersten Album mit neuem Namen - es ist das insgesamt dritte der Münchner - auf gehobenem Niveau, denn "Wounds" gießt ungeachtet eines durchaus spannenden textlichen Konzepts um Umweltzerstörung und Werteverfall der Menschheit im täglichen Zusammenleben lediglich Wasser auf die Mühlen des Post Metal, deren Drehbewegung längst zu einem Zirkeln geworden ist.

KING APATHY kreisen wie die meisten Protagonisten mit Seitenblicken zum Hardcore, Black und Doom Metal um sich selbst; so souverän das Quintett seinen Schuh auch herunterspielt, bleibt am Ende nichts haften außer allseits bekannter Stilmittel in ihrer zigsten Variation, die man gar nicht mehr als solche wahrnimmt, weil die Unterschiede von Band zu Band zu marginal sind.

Als Beleg dafür sei etwa die Frage gestellt, wer das gewollt tragische 'Great Depression' oder das tatsächlich ausnahmsweise andächtige 'Reverence' von Tracks verwandter Combos unterscheiden kann … Na? Es ist so gut wie unmöglich, auch wenn die Bayern beispielsweise im Vergleich zu den sehr ähnlichen Red Apollo weiterhin auf verstehbare Botschaften setzen. Frontmann Nils klingt zwar ebenfalls wie eine Vielzahl anderer Schreihälse, doch was er gemeinsam mit Bassist und Gitarrist Matthias getextet hat, kommt beim Hörer an, ohne dass dieser die Ohren spitzen oder Ratespiele veranstalten muss.

Einzig an diesem Punkt offenbart sich ein Reiz der Platte, denn ihre Inhalte wühlen auch trotz der konventionellen Untermalung auf. Es ist nicht so, dass man sich nach der Einverleibung des Materials tiefere Gedanken über das Dargelegte machen würde, aber eine leise Beklemmung, die bleibt zurück … und das leisten sind dann doch nicht alle Szene-Acts imstande.

FAZIT: Post Black Metal nach gängigen Mustern mit höherem emotionalem Wert, aber wenig Spannung, geschweige denn Brechungen oder Esprit auf kompositorischer respektive spielerischer Seite.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 458x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Civilization Kills
  • The Scars of the Land
  • Cleansing
  • Great Depression
  • Revelation Time
  • He Missed the Stars
  • Reverence
  • Wounds
  • Earthmother Rising

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Wounds (2019) - 9/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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