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Mike Edel: Thresholds (Review)

Artist:

Mike Edel

Mike Edel: Thresholds
Album:

Thresholds

Medium: LP+CD/Download
Stil:

Folk/Indie/Rock

Label: Popup-Records/Soulfood
Spieldauer: 37:25
Erschienen: 01.03.2019
Website: [Link]

Wie sieht die Zukunft aus, wenn sie bereits jetzt wäre. Diese Frage zieht sich als roter Faden durch das aktuelle Album des kanadischen Musikers MIKE EDEL.
Die Ursprünge seiner Karriere als Musiker können bis ins Jahr 2008 zurückverfolgt werden. Seine Diskografie umfasst zwei EP's und genauso viele Alben.

"Thresholds" ist seine neuste Veröffentlichung. Produziert wurde sie von CHRIS WALLA (Gitarrist von 1997-2014 bei DEATH CAB FOR CUTIE). Auf diesen 10 Titeln changiert seine Musik zwischen Indie-Pop und Indie-Rock. Aber auch Freunde von Americana (hier: Canadiana) und Folk dürften sich mit diesem Werk anfreunden können.

Das Album beginnt mit dem Song "Ocean View". In diesem Lied beschreibt EDEL die kanadische Stadt Victoria (Britisch-Kolumbien), die geographisch an der nordwestlichen Ecke zu den USA direkt am Ozean gelegen ist. Das nächste Lied "Go With You" ist zu Ehren seines Vaters geschrieben worden. Diese Bande zwischen Sohn und Vater überwinden Zeit und Raum. Mit der Instrumentierung (insbesondere des Keyboards und den Hi-Hat Drums), eignet sich dieses Lied als Anspieltipp von "Thresholds". Track Nummer 3 "Houdini" kommt als Song mit einer eher rockigeren Ausrichtung daher. Gesanglich hat er ihn bis an seine Grenzen geführt. In diesem Lied wird ein Gefühl besungen, wie tröstlich es ist, wenn man eine nahestehende Person an seiner Seite weiß, die einen durch alle Krisen begleitet. "Could We End Up Like This" könnte die Story weiterführen. Optimismus und Zweifel in einer Ehe werden hier thematisiert. Über die Auswirkungen der Challenger-Katastrophe von 1986 und die rückwirkenden Erkenntnisse macht sich MIKE EDEL seine Gedanken, welche im gleichnamigen Song verarbeitet werden. Als lupenreinen Indie Pop funktioniert dagegen "Stay On". Auch hierbei geht es um zwischenmenschliches. Als EDEL diese Nummer geschrieben hat, befand er sich aktuell in einer Umbruchphase. Er zog von Kanada zu seiner amerikanischen Frau nach Seattle.

Mit "31" beschreibt er ein für ihn magisches Alter, in dem sich einiges ändert. Viele seiner Freunde haben in diesem Alter bereits Familie und Umzüge hinter sich, während er über vergangene Zeiten sinniert. Interessanter Effekt: Der Refrain beginnt exakt nach 31 Sekunden. Der emotionale Höhepunkt ist die sensible Piano-Ballade "Revenant". Auch hier geht es um die das Album umspannende Auseinandersetzung, Grenzen zu überwinden. Das Tempo wird im vorletzten Track "Miles" wieder angezogen. Für die Verse wurden sogar die Schlagzeugspuren des Demos verwendet, die zum Charakter des Songs passen. Den Abschluss von "Thresholds" bildet "Slowly". Die Dynamik des Liedes überrascht. Es fängt sehr ruhig an und steigert sich zum Ende hin zu einer Hymne.

FAZIT: MIKE EDEL schafft es mit "Thresholds", mühelos unterschiedlichste Hörergruppen zu erreichen. Seine musikalische Bandbreite reicht von Rock, Indie, Pop, Folk und Singer-/Songwriter. Zwar kein Konzeptalbum im üblichen Sinne, ist aber eine umfassende Thematik erkennbar. In seinem Heimatland ist er kein Unbekannter mehr. Erfolg auf dem europäischen Kontinent ist ihm sehr zu wünschen. Verdient hätte er ihn auf jedem Fall. Diese Musik sollte und könnte ohne weiteres auch Airplay in der hiesigen Medienlandschaft erhalten. Großartig.

Mathias Diehl (Info) (Review 302x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • 1) Ocean View
  • 2) Go With You
  • 3) Houdini
  • 4) Could We End Up Like This
  • 5) Challenger
  • 6) Stay On
  • 7) 31
  • 8) Revenant
  • 9) Miles
  • 10) Slowly

Besetzung:

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