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Nine Beats Collective: Nine Beats To The Bar (Review)

Artist:

Nine Beats Collective

Nine Beats Collective: Nine Beats To The Bar
Album:

Nine Beats To The Bar

Medium: CD/Download/Do-LP
Stil:

R&B, Soul, Funk, Rock, Pop, Klassik, Jazz, Weltmusik, Seligpreisungen

Label: M.A.R.S. Label Group / The Orchard (Sony Music)
Spieldauer: 64:00
Erschienen: 18.10.2019
Website: [Link]

Liebe Brüder und Schwestern, liebe Musikfreunde und Musikfreundinnen, liebe Gläubige und Agnostiker – geheiligt sei unser aller Name und die Musik von NINE BEATS COLLECTIVE, die auf Nine Beats To The Bar eine kleine Glaubenswundertüte mit den 9 Seligpreisungen öffnen und diese in einer fast unvorstellbaren Musik-Vielfalt – bestehend aus mindesten 9 unterschiedlichen Musik-Stilen – erklingen lassen.
Da kann einem schon mal schwindlig werden auf dem hohen Berg, den man gemeinsam mit dem NINE BEATS COLLECTIVE, einer Zusammenarbeit von Weltklasse-Musikern, Künstlern und Songwritern, die die alte Weisheit der Seligpreisungen erforschen, besteigt, um Jesus und seinen 9 Seligpreisungen seiner so unendlich friedfertigen Bergpredigt ganz nah zu sein.
Dieses Album ist wirklich einzigartig oder wie es so schön im Promo-Schreiben heißt: „Ein ziemlich einzigartiges Werk, das über Grenzen hinweg einen Schmelztiegel von Kulturen und Stilen (ab)bildet.“

Wer sich auf „Nine Beats To The Bar” einlässt, zu dessen Highlights besonders der Titeltrack „Nine Beats To The Bar zählt, muss nicht etwa bibelfest sein, sondern ein offenes Ohr und Herz für Musik zwischen Rock und Klassik, Funk und Pop, Soul und Jazz, Akustischem und Bombastischem haben, bei dem sich textlich alles um die 9 Seligpreisungen dreht oder um es mit den kollektiven Worten auszudrücken: „Es ist ein Spuk, ein Schrei, ein neuer Schlag. Es ist Seele, Abenteuer, Klage und Wut. Es ist ein Liebeslied. Und vor allem ist es eine Bewegung.“
Und es will vor allem eins: Frieden stiften in immer hasserfüllteren Zeiten, in denen einem die Würde und Demut immer mehr abhanden kommen. So beginnt das Album offensiv mit „Awakening“, einer Sound- und Stimmen-Collage, die mit dem Politgefasel zum Brexit endet.

Aufgenommen wurde die Musik zum Album unter der Leitung des Kollektiv-Gründers STEVE BASSETT in der Zeit zwischen 2016 und 2017 in England, Amerika, Dänemark und Uganda mit 13 Musikern aus diesem territorialen Umfeld.
Thematisch wie musikalisch richtet sich das Augen- und Ohrenmerk auf die einerseits bedeutende, aber andererseits schon bedrückende Frage: „Was könnte es bedeuten, ein Friedensstifter in einer Welt zu sein, die sich auf Chaos spezialisiert hat?“
Der Lösungsansatz im Rahmen des Albums lautet: „Es gibt eine neue Art menschlich zu sein – die Seligpreisungen laden uns zu dieser Möglichkeit ein und alle sind willkommen.“

In diesem Sinne reiste Bassett durch die Weltgeschichte und verwirklichte mit multikulturellen, den verschiedensten musikalischen Richtungen angehörenden, Künstlern das aufwändige Musikprojekt, das er folgendermaßen beschreibt: „Ich bin nicht die erste Person in der Geschichte der Menschheit, die denkt: 'Hey, die Seligpreisungen sind ziemlich gut.' Aber es schien mit einer Art klarer Idee verbunden zu sein, dass die Musik dazu wirklich wichtig ist. Mir gefällt die Idee eines Soundtracks zu den Seligpreisungen, und gerade das regte meine Fantasie an. Ich begann zu reisen und traf dabei eine ganze Reihe von Denkern, Schöpfern, Künstlern, Musikern, welche die Seligpreisungen kreativ verwirklichten. Ich finde es großartig, dass es eine Verbindung zwischen so vielen Musikern weltweit gibt, die nach dem Motto 'Komm einfach mit, triff andere Schöpfer und wir lassen uns überraschen, was daraus wird', vorgehen. So wurden auch wir zu dem, was wir jetzt NINE BEATS COLLECTIVE nennen und begannen zu schreiben, zu überlegen und zusammenzuarbeiten.“

Herausgekommen ist dabei nun dieses Doppel-Album, das stringent die 9 Seligpreisungen verfolgt und dabei mit ganz unterschiedlichen Musik-Stimmungen spielt. Bleiben wir bei dem Begriff „Soundtrack“, dann wäre der Film dazu extrem abwechslungsreich, würde aber manchmal auch zu Missverständnissen führen bzw. recht schwer verständlich sein. Zum Ende hin wohnt ihm dann sogar eine gewisse traurige Melancholie inne. Immer aber eine Herausforderung und am Ende auch Genuss für denjenigen, der sich darauf einlässt.

FAZIT: „Nine Beats To The Bar” ist ein pures musikalisches Kaleidoskop aus R&B, Soul, Funk, Rock, Pop, Klassik, Jazz und Weltmusik, das sich konsequent und konzeptionell mit den 9 Seligpreisungen von Jesus' Bergpredigt auseinandersetzt und durch eine Vielzahl von großartigen Musikern aus England, Amerika, Dänemark und Uganda im Rahmen des NINE BEATS COLLECTIVE verwirklicht wird.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 1200x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Seite A (17:50):
  • Awakening (1:06)
  • Call ´Em Out (2:11)
  • Blessed Are The Undead (5:10)
  • Flame (0:38)
  • #blessed (4:14)
  • Wild World (4:31)
  • Seite B (16:41):
  • Purgation (0:22)
  • 9/8 (4:06)
  • Child 613 (0:51)
  • Kosi (3:01)
  • Tread Softly (1:53)
  • Lament (4:06)
  • Song For The Earth (2:22)
  • Seite C (20:19):
  • Illumined (0:32)
  • The Beatitudes (4:17)
  • What Can Love Create? (3:24)
  • Towards The Sun (1:28)
  • Letting It Go (3:45)
  • Serenity (6:53)
  • Seite D (19:10):
  • Union (0:45)
  • The Way Of Peace (4:01)
  • In Recovery (5:00)
  • Nine Beats To The Bar (2:47)
  • Farther (1:55)
  • Give In To The Love (4:42)

Besetzung:

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