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Noorvik: Noorvik (Review)

Artist:

Noorvik

Noorvik: Noorvik
Album:

Noorvik

Medium: Limitiert
Stil:

Post Rock

Label: Tonzonen Records
Spieldauer: 50:05
Erschienen: 14.12.2018
Website: [Link]

So nordisch auch der Bandname, so nordisch auch der Albumtitel, so nordisch auch das Gatefold-Cover, so nordisch auch das auf 300 Exemplare limitierte, farbige, grauweiß-marmorierte Vinyl, so nordisch auch der sich wie ein Schneesturm erhebende oder eine Lawine den Berg herabstürzende Post Rock von NOORVIK ist – es ändert einfach nichts an der Tatsache, dass dieses auch gerne mal metallisch ausbrechende Instrumental-Quartett aus der deutschen Karnevalsstadt Köln kommt.
Doch zum Glück klingt auf „Noorvik“ nichts nach Kölsch, Höhner, BAP oder Karneval, sondern genau nach dem, was man auf dem Schwarz-Weiß-Cover bewundern kann – dem, zwar nicht Kampf, aber doch Gegensatz der Naturgewalten und Schönheiten zugleich. Und egal, wie man es auch (auf dem Cover) dreht, sie stehen mal Kopf oder sind fest verwurzelt mit dem Boden, aber immer erheben sie sich entgegengesetzt, nähern sich an oder klüften auseinander.

Die sechs Post-Rock-Kracher auf „Noorvik“, dem Debüt-Album von NOORVIK, zeichnen sich einerseits dadurch aus, dass sie sich nicht in ein zu enges Korsett zu pressen versuchen, sondern neben breiten, sich erhebenden Klangwänden oder sich bis ins Metallische steigernde Eruptionen auch durch die leisen, akustischen, fast verträumten Momente, die einfach nur, wie bei „Kobuk“, wunderschön wie der Flug eines Vogelschwarms über eine verschneite Landschaft klingen und andererseits von einer unglaublich nordischen Atmosphäre leben, wie wir sie von den grandiosen NORDIC GIANTS kennen.
„Shishaloin“ spielen sogar mit frühen KING CRIMSON-Erinnerungen, die sich wie bei „Starless“ mehr und mehr steigern und dann ihren völlig eigenständigen Post-Rock-Mantel überwerfen – in seiner Gesamtheit ein verdammt spannendes Stück Art-Rock.

NOORVIK eröffnen uns Musik-Horizonte aus Natürlichkeit und metallischer Härte, die trotz ihrer Gegensätzlichkeit langsam ineinanderfließen, wie der zarte Strom, der in einem krachenden Wasserfall endet. Für diese Stimmungswechsel und -steigerungen haben NOORVIK mit Bass, Gitarren und Schlagzeug ein echtes Feingefühl entwickelt – ähnlich wie man es auch von GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR oder eine Vielzahl ihrer Ableger, wie SILVER MT. ZION, gewohnt ist.

Bereits der Album-Opener „Denali“ präsentiert in seinen 10 Minuten Länge, die voller Stimmungs- und Dynamik-Wechseln geprägt ist, all die Gegensätzlichkeit und den Kontrastreichtum des Albums. Motive tauchen auf, verschwinden wieder und kehren garantiert auch wieder zurück – jedes Stück hat seinen Rahmen, doch was innerhalb dieses Rahmens passiert, ist so farbenfroh und einfallsreich, aber garantiert nicht albern oder geschmacklos, wie der Kölner Karneval.
Nordische Eleganz trifft auf teutonische Perfektion – eine herrliche Kombination!

FAZIT: Das Kölner Post-Rock-Quartett NOORVIK legt mit seinem selbstbetitelten, instrumentalen Debüt auf wunderschönem grauweiß-marmorierten, streng limitierten (300 Stück) Vinyl, ein kleines Meisterwerk im Rahmen des nordisch verspielten, aber auch nicht vor metallischer Härte zurückschreckendem Post Rock vor, das dem manchmal etwas zu eintönig ausfallendem Genre allerhöchste Ehre erweist.

Thoralf Koß (Info) (Review 434x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Seite A: (27:10):
  • Denali (10:29)
  • Shishaloin (8:06)
  • Malaspina (8:35)
  • Seite B: (22:55):
  • Chugach (7:29)
  • Kobuk (7:18)
  • Turnagain (8:18)

Besetzung:

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