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Sleeplord: Levels of Perception (Review)

Artist:

Sleeplord

Sleeplord: Levels of Perception
Album:

Levels of Perception

Medium: CD/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Pure Steel / Soulfood
Spieldauer: 39:58
Erschienen: 14.06.2019
Website: [Link]

Für ihr Label, das einen guten Draht zur Szene in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio hat, sind SLEEPLORD wohl so etwas wie ein Mitnahmeprodukt, denn die Band stammt ebenfalls aus der Region und dürfte über die üblichen "paar Ecken" dank persönlicher Beziehungen an das deutsche Label geraten sein. Unabhängig davon passt sie recht gut in dessen Programm, weil sie traditionellen Metal spielt, dessen unterschiedliche Formen sie allerdings noch nicht völlig harmonisch miteinander verschränkt.

Das Quartett versteht sich auf Midtempo-Songs, die sowohl ins doomige Extrem als auch an den Rand des Thrash ausschweifen können, was von Fall zu Fall ein bisschen zu gewollt wirkt. Das Material auf "Levels of Perception" hinterlässt darum einen sperrigen Eindruck, zumal Sänger Ted Anderson (auch Lick The Blade, falls die jemand kennt), der einen durchaus beachtenswerten Stimmumfang hat, einem offensichtlichen Hang zum Overacting nachgibt.

Will heißen: SLEEPLORD gefallen phasenweise, aber nicht durchgängig, weil ihr Material so klingt, als würden die Musiker mehr oder weniger willkürlich Versatzstücke aus den verschiedenen Subgenres aneinanderkleben, während ein übermotivierter Frontmann jeden guten Ansatz kaputtsingt bzw. -schreit. Das alles sind typische "Krankheiten" von Debütanten, obgleich mit Bassist Calvin Burgess tatsächlich ein Veteranen der lokalen Szene zur Gruppe zählt. Er verdingte sich bereits u.a. bei den Urgesteinen Mystik ("The Plot Sickens"!) und Attaxe, dürfte innerhalb seines neuen Betätigungsfeldes aber wenig zu melden haben. Schade drum.

Was bleibt, ist ein Album voller guter Ideen, mit denen SLEEPLORD ihr Potenzial auf geradezu sträfliche Weise vergeuden.

FAZIT: "Levels of Perception" ist kein schlechtes US-Metal-Album, doch seine Schöpfer scheinen zu sehr um Originalität bemüht zu sein und verzetteln sich zu häufig in konfusen Arrangements aus nicht zueinander passenden Stilmitteln - ganz davon abgesehen, dass sie zusehen sollten, ein Gespür für griffige Melodien bzw. Hooks zu entwickeln, die hier nämlich praktisch völlig fehlen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 343x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Sobibor
  • Bigfoot
  • Stoner
  • Reason To Live
  • Drill Bit
  • The Hammer
  • Blood Eagle
  • Mrs. Simms
  • Wasted
  • Graveyard Rodeo

Besetzung:

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