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Big Scenic Nowhere: Lavender Blues (Review)

Artist:

Big Scenic Nowhere

Big Scenic Nowhere: Lavender Blues
Album:

Lavender Blues

Medium: CD/LP
Stil:

Stoner / Psychedelic Rock

Label: Heavy Psych
Spieldauer: 24:03
Erschienen: 23.10.2020
Website: [Link]

Diese vermeintliche Supergroup besteht aus Schwergewichten im wahrsten Sinn des Wortes. Immerhin sind Bob Balch von Fu Manchu, Yawning Mans Gary Arce und Mos-Generator-Goldkelchen Tony Reed mit ihren jeweiligen Hauptbands seit etlichen Jahren Garanten für "heavy stuff" in einer Schnittmenge aus Stoner-Kram im Geiste der 1990, in denen sich alle drei ihre frühen Sporen verdienten, und dem klassischen Hardrock der 1970er. Was nun BIG SCENIC NOWHERE angeht, kommt noch ein für jeden der drei Acts vergleichsweise erhöhter Anteil Psychedelia hin.

Dafür schöpft das Trio, das um das einzige verbliebene Descendants-Mitglied Bill Stinson hinter den Kesseln ergänzt wird, nicht nur aus dem Schaffenspool von The Grateful Dead (ohne Blues, dafür aber ähnlich selbstvergessen wie der junge Jerry Garcia bisweilen) und Pink Floyd (die schwerelos wabernden Gitarrenakkorde und -Leads), sondern hat sich auch dort nach Gehilfen umgeschaut, wo man es nicht unbedingt erwarten würde. Gastbeiträge auf "Lavender Blues" stammen nämlich von Hansdampf in allen Gassen Per Wiberg (ex-Opeth, Spiritual Beggars) an diversen Tasteninstrumenten und Voivods (gar nicht mehr so) neuem Gitarristen Daniel Mongrain.

Abgesehen vom Sahnehäubchen Sound, den der dank Kyuss legendär gewordene Produzenten Chris Goss (Kopf und Gitarrist von Masters Of Reality) gemeinsam mit Frontmann Tony verantwortet, haben die drei Stücke auf dieser Vinyl-kompatibel strukturierten EP sehr viel für sich. Wohingegen der über 13 Minuten lange Titeltrack die komplette erste Seite einer Zehnzoll-Platte mit einem zurückgelehnten Space-Rock-Jam füllen dürfte (nicht ohne Reeds einmal mehr betörende Stimme), erweist sich der Opener der Rückseite als Single-Anwärter.

'Blink of an Eye' könnte auch von Mos Generator stammen, würde die Combo etwas kräftiger aufspielen, doch so gelingt ihr ein kratzig poppiger Groover mit unwiderstehlichem Gesangs-Hook, ehe 'Labyrinth Fade' hart am reinen, düsteren Doom schrammt, aber nicht zuletzt wegen eines Fade-in und Fade-outs irgendwie unfertig anmutet.

Trotzdem …

FAZIT: … "Lavender Blues" ist nicht nur aufgrund der beteiligten Desert-Rock-Prominenz eine Pflichtveranstaltung für Szenegänger, sondern auch dank der bei ihrer Entstehung offensichtlich konsumierten Weltraumpilze eine lauschige EP mit psychedelisch weltfremdem Einschlag.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 517x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Lavender Blues
  • Blink of an Eye
  • Labyrinths Fade

Besetzung:

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