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Grendel's Sÿster: Myrtle Wreath / Myrtenkranz (Re-Release) (Review)

Artist:

Grendel's Sÿster

Grendel's Sÿster: Myrtle Wreath / Myrtenkranz (Re-Release)
Album:

Myrtle Wreath / Myrtenkranz (Re-Release)

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Hardrock / Heavy Metal

Label: Cruz Del Sur / Soulfood
Spieldauer: 50:22
Erschienen: 25.09.2020
Website: [Link]

Mancher war nicht bereit, GRENDEL'S SŸSTERs allererstes Lebenszeichen - die mittlerweile nicht umsonst gesuchte Vinyl-Single "Night Sea Journey / Sayings of the High One" von 2016 - auch mit anderthalb zugedrückten Augen als kultiges Kauz-Metal-Erzeugnis zu feiern, doch Kritiker der Band müssen mit dem Debüt der Band im Ohr die Ohren spitzen, denn auch wenn sich selbige ihren exzentrischen Grundcharakter bewahrt hat, ist "Myrtle Wreath / Myrtenkranz" ein bemerkenswerter und international konkurrenzfähiger Longplayer, den man wunderbar auf den Epic- oder Vintage-Pfad setzen kann.

Dort könnte er es weit bringen, denn falls sich GRENDEL'S SŸSTER abgesehen von ihren durchweg mit hörbarer Detailverliebtheit komponierten Liedern durch eines auszeichnen, dann die Stimme ihrer Sängerin: Caroline löst ihre nicht immer sattelfeste Vorgängerin Katharina versiert ab, performt aber genauso eigenwillig, sodass vor allem ihr unzweideutiger "dschörman" Akzent immer wieder Erinnerungen an - festhalten - The Velvet Undergrounds Muse Nico Päffgen hervorruft.

Mit den wegweisenden Kunstrockern haben die Baden-Württemberger*innen natürlich wenig am Hut; ihr zweisprachiges und rein vom Songmaterial her sehr kurzes erstes Album spielt sich schlüssig zwischen den Polen Proto-Metal und Folklore (eher in melodischer, textlicher und ästhetischer Hinsicht als etwa aufgrund des Einsatzes akustischer Instrumente) ab, wobei Anklänge des psychedelischen Rock der späten 1960er praktisch unvermeidbar erscheinen.

Unter diesen Voraussetzungen begeistert das Trio nicht nur mit dem "schunkeligen" 'Little Wilding Bird' (respektive 'Wildvöglein'), das sich as unerwarteter Hit der Platte entpuppt, sondern auch mit recht vertracktem Stoff wie 'Entoptic Petroglyphs' (Entopische Petroglyphen), der eine ausgeprägte Vorliebe für alten Progressive Rock suggeriert.

Falls sich GRENDEL'S SŸSTER ihren Eigensinn bewahren und immerzu Konzerte geben, darf man sie bald als feste Szene-Größe ansehen; bis dahin geben wir der deutschsprachigen Version der Songs subjektiv den Vorzug und rechnen mit einem zumindest kleinen Hype.

FAZIT: GRENDEL'S SŸSTER sind vom Start weg ein Muss für Freunde von verschrobenem Heavy Metal bzw. Hardrock.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 479x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Agnicayana (Intro)
  • Vishnu's Third Stride
  • Little Wilding Bird
  • Entoptic Petroglyphs
  • Winnowing The Chaff
  • Count And Nun
  • Indra's Jewelled Net
  • Cairns
  • Agnicayana (Intro)
  • Vishnus Dritter Schritt
  • Wildvögelein
  • Entoptische Petroglyphen
  • Worfelschwung
  • Graf Und Nonne
  • Indras Juwelennetz
  • Steinmännlein

Besetzung:

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