Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Incantation: Sect of Vile Divinities (Review)

Artist:

Incantation

Incantation: Sect of Vile Divinities
Album:

Sect of Vile Divinities

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: Relapse / Membran
Spieldauer: 45:55
Erschienen: 21.08.2020
Website: [Link]

Erwartet jemand angesichts eines neuen INCANTATION-Albums, dass sich die amerikanischen Death-Metal-Pioniere auf ihre alten Tage hin noch einmal erheblich verändern? Nein, und dementsprechend bewährte Kost bietet auch ihr 2020er Langspieler. "Sect of Vile Divinities" markiert allenthalben eine Feinabstimmung und Variation dessen, was die Band in der Vergangenheit mit diesem oder jenem Schwerpunkt gespielt hat.

Gitarrist John McEntee, der seit 2004 auch singt und längst ein versierter Frontmann, aber nicht sonderlich ausdrucksstark ist, stellt mit seinem einseitigen Gegrunze die Achillesferse dar, über welche die Band seit je angreifbar war. Seine Performance passt allerdings gut zu back-to-the-roots-Nummern wie dem kurzen, geradlinig primitiven 'Furys Manifesto' oder 'Entrails of the Hag Queen', einem drauflos gehenden Geprügel vom Feinsten.

'Propitiation' und 'Unborn Ambrosia' enthalten elegische Melodien - vor allem wegen ihrer für die Gruppe nahezu verpflichtenden Schlepp-Parts, während andernorts Slayer-verdächtige Jammer-Solos die finstere Gesamtatmosphäre des Materials unterstreichen. 'Guardians From the Primeval' enthält in diesem Sinn die meisten Schlepper-Passagen, dicht gefolgt von dem ultra-garstigen Doppel aus 'Ignis Fatuus' und 'Scribes of The Stygian'

Das für INCANTATION-Verhältnisse recht technische 'Chant of Formless Dread' ist neben dem eingängigen, 'Siege Hive', mit dem das Quartett trotzdem relativ weit ausholt, das Glanzlicht des Albums. McEntee und sein sein Drummer bzw. Mitkomponist Kyle Severn orientierten sich beim Songwriting an ältere, straightere Songs in ihrem Repertoire, und dementsprechend "gruftig" klingt auch die Produktion, alldieweil die Tracks stetig zwischen Blastbeat-reichem Death Metal und Funeral Doom pendeln, wobei die Arrangements zahlreiche Tempo- und Stimmungswechsel zulassen.

FAZIT: INCANTATION waren, sind und bleiben eine stockkonservative Death-Metal-Band, wie sie praktisch nur aus den Vereinigten Staaten kommen kann, und "Sect of Vile Divinities" ist nichts weniger als ein stimmungsvolles, souverän alle für den Stil verlangten Häkchen setzendes Genre-Album.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 764x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Ritual Impurity (Seven of the Sky is One)
  • Propitiation
  • Entrails of the Hag Queen
  • Guardians from the Primeval
  • Black Fathom's Fire
  • Ignis Fatuus
  • Chant of Formless Dread
  • Shadow-blade Masters of Tempest and Maelstrom
  • Scribes of The Stygian
  • Unborn Ambrosia
  • Furys Manifesto
  • Siege Hive

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!