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Rudi Protrudi: The Fuzztone: A Life at Psychedelic Velocity - Book Two of Two (Review)

Artist:

Rudi Protrudi

Rudi Protrudi: The Fuzztone: A Life at Psychedelic Velocity - Book Two of Two
Album:

The Fuzztone: A Life at Psychedelic Velocity - Book Two of Two

Medium: Buch
Stil:

Bandbiografie

Label: Fanpro
Spieldauer: 222 Seiten
Erschienen: 12.08.2016
Website: [Link]

Schon im ersten Band dieses Zweiteilers meint man, alles zu erfahren, was man je über die mindestens halb legendären Fuzztones wissen wollte. Angesichts zahlreicher Spitzfindigkeiten im "Kleingedruckten" ist die Informationsdichte auch diesmal sehr hoch, wobei man sich fragt, weshalb von deutlich bekannteren Bands in der Regel arg blasse Biografien erscheinen. War deren Vita nicht so aufregend?

Wie dem auch sei, "Raisin' A Ruckus" beginnt in den ausklingenden 1980ern, als Mastermind RUDI PROTRUDI und sein Drummer Mike versuchen, an der US-Westküste Fuß zu fassen, nachdem sie mit The Fuzztones bereits in Europa Erfahrung gesammelt haben. Die von einer immerzu unbeständigen Besetzung gebeutelte Combo kriegt nach "Lysergic Emanations" ein zweites Studioalbum unter Produzent Shel Talmy (u.a. The Who) auf die Kette ("In Heat") und adelt sich mit der Sternstunde ihrer Diskografie - der Konzert-Nachlese "Live In Europe".

Während sich die Band infolge persönlicher Zwiste zusehends von selbst erledigt, offenbart sich das große Plus dieser zweiteiligen Autobiografie, denn ihr Urheber lässt tief in sein Innenleben blicken, wenn der den Weg zur Auflösung der Fuzztones nachzeichnet. Seine Ansichten zur Chemie unter Musiker und bezüglich des Musikbusiness insgesamt sind nicht nur erhellend, sondern regen auch jeden zum Nachdenken an, der sich nur am Rande fürs Thema interessiert.

Das Nachleben der Gruppe in Deutschland, mit dem sich ihr Gründer auf den letzten Seiten beschäftigt, mag nach einer dermaßen ereignisreichen Hauptschaffensphase wie eine Fußnote erscheinen, schließt die schlussendlich über 400 Seiten schwere Chose aber in gebührender Weise ab. Wie Band eins enthält auch der zweite eine unbedingt hörenswerte CD mit geschlagenen 35 Tracks, darunter zahlreiche Coverversionen.

Gewürdigt werden etwa The Sonics mit 'Strychnine' und 'The Witch' sowie das obskure 'Blackout Of Gretely' von Gonn (1966), nicht zu vergessen 'Louie Go Home' von Paul Revere & The Raiders und Loves Standard '7 And 7 Is', darüber hinaus The Standells' 'Riot On Sunset Strip', Thursday's Childrens 'One Girl Man', The Seeds 'Pushin' Too Hard', 'You're Gonna Miss Me' von Roky Ericksons legendären 13th Floor Elevators, den jüngere Semester eher in der Interpretation durch The Cramps kennen dürften, die Human-Expression-Perle' Love At Psychedelic Velocity' und, und und …

Schatztruhe? Schatztruhe.

FAZIT: RUDI PROTRUDIs Lebensbeichte findet in diesem Buch ein fulminantes Ende. die beiden "The Fuzztone"-Bände gehören ins Bücherregal jedes nur am Rand lesefreudigen Musikfans.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 482x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Tracklist:
  • Bad Little Woman
  • Me Tarzan You Jane
  • Bad News Travels Fast
  • Strychnine
  • People In Me
  • Louie Go Home
  • We Ain't Got Nothin' Yet
  • Beg, Borrow And Steal
  • Blues Theme
  • Brand New Man
  • The Witch
  • Epitaph For A Head
  • 7 And 7 Is
  • Living Sickness
  • Blackout Of Gretely
  • Hidden Charms
  • Cellar Dweller
  • She's Wicked
  • Riot On Sunset Strip
  • I'm Gonna Make You Mine
  • One Girl Man
  • Pushin' Too Hard
  • You're Gonna Miss Me
  • Human Fly
  • Love At Psychedelic Velocity
  • 1523 Blair

Besetzung:

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