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Rumer: Nashville Tears (Review)

Artist:

Rumer

Rumer: Nashville Tears
Album:

Nashville Tears

Medium: CD/Download
Stil:

Country

Label: Cooking Vinyl / Sony
Spieldauer: 60:31
Erschienen: 14.08.2020
Website: [Link]

"Nashville Tears" ist bereits die fünfte RUMER-LP und dürfte das internationale Profil der Britin, die lange im ländlichen Arkansas in den Vereinigten Staaten lebte, auch über den Folk-Horizont hinaus schärfen, denn derart allgemeingültig, wenn man es so ausdrücken möchte, wie 2020 klang ihre Musik bislang nicht.

Dabei handelt es sich bei den Liedern um Kompositionen des Texaners Hugh Prestwood (der in die Songwriters Hall of Fame in Nashville aufgenommen wurde, daher der Plattentitel), also nach der Burt-Bacharach-Hommage "This Girl's in Love" und "Boys Don't Cry", auf dem RUMER verschiedenen männlichen Vorbildern die Ehre erwies, um das dritte Album der Multi-Instrumentalistin ohne eigene Stücke.

Auslöser dafür war Produzent Fred Mollin, der RUMER 'Oklahoma Stray' zeigte, einen perfekten Ansatzpunkt auf ihrer Suche nach besonders traurigen Songs. Auf Prestwoods Konto gehen u.a. Michael Johnsons 'That's That' und Shenandoahs 'Ghost in This House', doch sein Name dürfte nicht nur in seiner Heimat kaum jemandem geläufig sein, und wüsste man nicht um die Hintergründe, könnte man "Nashville Tears" ebenso für eine Sammlung neuer Eigenkompositionen der preisgekrönten Künstlerin halten.

Neben der Single 'Bristlecone Pine' ragen das beschwingt rockende 'Deep Summer In The Deep South' - ein Ausnahmestück inmitten der weithin gedrückten Atmosphäre - die mit Klavier und Streichern arrangierte Ballade 'Starcrossed Hanger Of The Moon' und 'The Song Remembers When' hervor, mit dessen Text sowohl Prestwood als auch RUMER gewissermaßen ihr künstlerisches Selbstverständnis auf den Punkt brachten bzw. bringen, sich allein von der Musik als solcher leiten zu lassen.

FAZIT: American Country, der strenggenommen keiner ist, und womöglich gerade deshalb aus der anhaltenden Schwemme von akustisch-folkloristischer Musik hervorsticht - "Nashville Tears" unterstreicht RUMERs Status als einfühlsame Rundum-Musikerin, adelt sie aber darüber hinaus auch als feinfühlige Interpretin des Fremden, das letzten Endes gar nicht so fremd ist.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 732x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Fate Of Fireflies
  • June It's Gonna Happen
  • Oklahoma Stray
  • Bristlecone Pine
  • Ghost In This House
  • Deep Summer In The Deep South
  • Heart Full Of Rain
  • Hard Times For Lovers
  • Starcrossed Hanger Of The Moon
  • The Song Remembers When
  • That's That
  • Here You Are
  • Learning How To Love
  • The Snow White Rows Of Arlington
  • Half The Moon

Besetzung:

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