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Scumbag Millionaire: Poor And Infamous (Review)

Artist:

Scumbag Millionaire

Scumbag Millionaire: Poor And Infamous
Album:

Poor And Infamous

Medium: CD/Download
Stil:

Punk / Hardrock

Label: Suburban / Membran
Spieldauer: 37:00
Erschienen: 25.09.2020
Website: [Link]

In Göteborg leben und wirken offensichtlich unendlich viele hungrige junge Musiker, die sich zügig auf ein Niveau hocharbeiten, das sie auf internationaler Ebene diskussionswürdig macht, und SCUMBAG MILLIONAIRE gehören zweifelsohne dazu. Dabei überrascht die Stilistik wenig, der sie sich verschrieben haben - schon gar nicht, wenn man den Vorgänger dieses Albums ("Speed", 2018) kennt … Nennen wir es einfach mal High-Energy-Schweinerock, um Freunde der im Folgenden als Referenzen genannten Acts hellhörig zu machen …

Gluecifer, The Hellacopters und Backyard Babies bilden abgesehen von den Norwegern Turbonegro das schwedische Dreieck, zwischen dessen Eckpunkten sich SCUMBAG MILLIONAIRE wohlfühlen. Tournee-freudige Band nahm ihre zweite LP mit Death-Metal Guru Tomas Skogsberg in dessen Sunlight Studio auf, wo eben auch die Schlüsselwerke ihrer offensichtlichen Vorbilder produziert wurden.

Die Singles 'Ain't No Doubt' (naheliegend angesichts des mitsingbaren Refrains) und 'Inferno' (schlappes Midtempo-Gerödel) reihen sich hinter mehr als drei Handvoll (!) Kurformate auf Vinyl ein, die SCUMBAG MILLIONAIRE bereits herausgebracht haben, und bilden das Spektrum, in dem sich die Combo musikalisch bewegt, mehr oder weniger umfassend ab.

Die dichte an langsameren Nummern auf "Poor And Infamous" ist insofern nur knapp erträglich, als das Streben der Gruppe nach Abwechslung auf diese Weise nach hinten losgehen kann. Behäbiges wie 'Put A Price On My Soul' bremst die Platte latent aus und schmälert den positiven Gesamteindruck, wohingegen der Überschall-Opener 'Demi God' (versprüht mit übersteuerten Vocals Motörhead-Vibes) und der nur ein wenig länger als zwei Minuten dauernde Vulkanausbruch 'Desperado' die unumstößlichen Highlights der Platte sind.

Der Start-Stopp-Stampfer 'You Had It Coming', der über hypnotische Qualitäten verfügt, und 'Highway Blues', dessen Titel sich selbst erklärt (auch wenn hier kein Blues-Schema abgefrühstückt wird), bleiben als einzige zurückhaltende Lieder übrig, die das Niveau der punkigen Arschtreter halten.

FAZIT: Ein Rotzrock-Album mit einer empfindlichen Schwäche: Fahren mit angezogener Handbremse schadet auch vertonten Muscle Cars …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 417x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Demi God
  • Inferno
  • in't No Doubt
  • You Had It Coming
  • Cashing Dawn
  • Put A Price On My Soul
  • Desperado
  • Subterranean Twist
  • Highway Blues
  • rouble City
  • ead Man's Hand
  • One For The Road

Besetzung:

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