Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Signal-Bruit: Hyperborée (Review)

Artist:

Signal-Bruit

Signal-Bruit: Hyperborée
Album:

Hyperborée

Medium: LP+CD/Download
Stil:

Electronic/Instrumental

Label: productionB
Spieldauer: 42:23
Erschienen: 03.07.2020
Website: [Link]

Dreieinhalb Jahre später. Mit neuer Plattenfirma meldet sich SIGNAL BRUIT zurück. Mutige Entscheidung, das zweite Album „Hyperborée“ zu nennen, nach jener magischen Örtlichkeit, die im nördlichen Polarkreis verortet wird. Steht doch bereits für TANGERINE DREAM „Hyperborea“ zu Buche, und wie wir von „Planisphères” wissen, spielt SIGNAL~BRUIT musikalisch nicht weit entfernt. Im Gegenteil. Von einem bloßen Klon ist das französische Projekt indes deutlich entfernt.

Hyperborée“ ist ein Konzeptalbum, orientiert sich an der Reise des griechischen Seefahrers Pytheas (um 400 vor Christus) auf der Suche nach jenem imaginierten Punkt am Ende der Nordsee, wo die Sonne vermeintlich ewig zu sehen ist. Kann man so betrachten und hören, doch die instrumentale, elektronische Musik ist für viele weitere Interpretationen offen.

Die Berliner Schule ist nahe, Sequenzer spielen eine gewichtige Rolle, starres Innehalten ist hingegen selten, alles ist in Bewegung, ohne dass Hektik oder Schräglagen entstehen. Keine wabernden Soundflächen, stattdessen meist kristalline Klänge, die TANGERINE DREAM erahnen lassen wie Peter Baumann solo, Landsmann Richard Vimal klingt an, John Carpenter und jene Musiker aus LA DÜSSELDORF oder wo sonst RHEINGOLD mit Synthesizern geschürft wird. Mitunter verweist das sogar auf die Elektroniker der frühen 80er, die Musik rückt allerdings nicht Richtung Elektro- und Dark-Wave. Aber nicht umsonst zählen CLOCK DVA zu den erklärten Vorbildern von SIGNAL~BRUIT.

Höchst atmosphärische Musik, die mit Ambient und Industrial auf Schmusekurs geht, dabei aber vermeidet, ins Kalt-abstrakte oder gar zu Heimelige abzugleiten.

FAZIT: Auch mit dem Zweitling überzeugt SIGNAL~BRUIT auf ganzer Linie. „Hyperborée“ ist eine eigene Interpretation der Berliner Schule, eine akustische Reise in Regionen, die das Eis berühren, in denen einem aber nicht kalt wird. Ein spannender Soundtrack zum Chillen und rhythmischen Mitwippen.

Jochen König (Info) (Review 618x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Lacydon - 05:30
  • Pentécontère I - 04:39
  • Atlantique - 05:52
  • Sirènes - 03:26
  • Pentécontère II - 03:41
  • Thulé - 06:30
  • Baltique - 04:08
  • Borée - 02:50
  • Nuit Blanche - 05:46

Besetzung:

  • Keys - U-0176
  • Sonstige - U-0176 (all instruments)

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!