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Spirit Adrift: Enlightened In Eternity (Review)

Artist:

Spirit Adrift

Spirit Adrift: Enlightened In Eternity
Album:

Enlightened In Eternity

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 45:49
Erschienen: 16.10.2020
Website: [Link]

SPIRIT ADRIFT, die ihr Debüt „Chained To Oblivion“ 2016 heraushauten, dann “Curse Of Conception” (2017) und vor kaum zwölf Monaten “Divided By Darkness” (2019), gehören zweifellos zu den rasantesten Aufsteigern der jungen Echtmetall-Szene der Vereinigten Staaten. Mit ihrem praktisch alle traditionellen Spielarten abdeckenden Sound haben sie ein enormes Breitenpotenzial, das sie dank Vordenker Nate Garretts sagenhaftem Songwriting-Talent auch uneingeschränkt ausschöpfen können.

Das 2015 begonnene Projekt steht zwar weiterhin praktisch allein unter der Fuchtel des Multi-Instrumentalisten, klang aber schon auf dem Vorgänger nach einer richtigen Combo und tut dies nun umso mehr, weil Garretts Songstrukturen diesmal besonders organisch wirken. Schon das quirlig verspielte 'Ride Into The Light' zeugt einerseits von einem pfiffigen Komponisten, der neben reichlich Harmonien auch einen unheimlich lockeren Tonartwechsel bietet, wie man sie heutzutage nur noch selten von harten Gitarrenbands geboten bekommt. Hierin bestätigen sich Aussagen in Interviews, wonach er sich beim Schreiben jeweils in einen Drummer, Sänger und Gitarristen hineinversetzt.

Schlagzeuger Marcus Bryant setzt Nates Vorgaben fantasievoll um, selbst im simpel stampfenden Rocker 'Astral Levitation', der überdeutlich im Zeichen von Ronnie James Dios Solo-Diskografie steht, und umso entschiedener während 'Harmony Of The Spheres', einer Melodic-Speed-Nummer erster Klasse.

'Battle High' bietet hingegen schnaufenden Epic Doom, der seinem martialischen Titel gerecht wird, bloß dass die geschlagene Schlacht eher tragischer Natur zu sein scheint; ein smarter Texter ist der Bandkopf hinter den vielen Genre-Floskeln, der nutzt, also ebenfalls - und emotional bisweilen so gepeinigt wie wir alle, bloß dass er es versteht, seinen Gefühlen unaffektiert mit metallischem Spirit Ausdruck zu verleihen.

Das belegen 'Stronger Than Your Pain', die finsterste Nummer im Aufgebot, und das beinahe elfminütige 'Reunited In The Void', das bisherige Gesellenstück des Ausnahmetalents. Es erinnert akut an die britischen Warning ("Watching From A Distance!") respektive deren Nachfolger 40 Watt Sun und lässt während der Orgel-verzierten, ätherisch brummenden Bridge auch produktionstechnisch - jawohl - Type O Negative wiederaufleben.

FAZIT: Mit ihrem vierten Longplayer bestätigen SPIRIT ADRIFT ihren Ruf als dem alten Hardrock zugetane True-Metaller mit einem Hang zu ausladenden Geschichten, vielen musikalischen Details und die Welt umarmenden Texten, die unter die Haut gehen. Darüber hinaus ist Strippenzieher Nate Garrett einer der raffiniertesten Songwriter der Szene, von dem man in den kommenden Jahrzehnten (idealerweise …) noch eine Menge erwarten darf!

Andreas Schiffmann (Info) (Review 857x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Ride Into The Light
  • Astral Levitation
  • Cosmic Conquest
  • Screaming From Beyond
  • Harmony Of The Spheres
  • Battle High
  • Stronger Than Your Pain
  • Reunited In The Void

Besetzung:

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Interviews:
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