Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

The Toughest Tenors: Well-Kept Secrets (Review)

Artist:

The Toughest Tenors

The Toughest Tenors: Well-Kept Secrets
Album:

Well-Kept Secrets

Medium: CD/Download
Stil:

Jazz

Label: Octason / Pool
Spieldauer: 55:25
Erschienen: 20.03.2020
Website: [Link]

Auf ihrem dritten Longplayer setzen THE TOUGHEST TENORS ihre offensichtliche Mission weiter fort, Grenzen des Jazz auf der Grundlage seines beileibe nicht mageren Vermächtnisses auszuloten. Was bei anderen vermeintlichen Neuerern bisweilen in leidlich genießbarer "Avantgarde" ausartet, gestaltet sich bei den Berliner ausgesprochen verträglich und trotzdem spannend.

Das dritte Album der Formation um die beiden Tenorsaxofonisten Bernd Suchland und Patrick Braun belegt darüber hinaus, was über 20 Jahre gemeinsamer Spielerfahrung speziell in diesem Genre ausmachen können; im Grunde ist das blinde Verständnis, das der Fünfer auf "Well-Kept Secrets" an den Tag legt, gerade in einer allerorts schnelllebigen Zeit von unschätzbarem Wert und geht gemeinsam mit der musikalischen Abenteuerlust, die sich die Mitglieder auf die Fahnen geschrieben haben, eine unschlagbare Verbindung ein.

Die Ausnahme-Instrumentalisten sind derart beschlagen und einfühlsam, dass sie keine verkrampften Neuerungen nötig haben, sondern eigentlich geläufigen Stilmitteln und improvisatorischen Prinzipien unverhofft frische Seiten abgewinnen. Hört man diese Platte, kann man kaum fassen, dass sich die Combo "nur" wenig offensichtliche Kompositionen einiger Riesen vorgenommen hat, auf deren Schultern sie sozusagen steht.

Die zehn auf wirklich beispiellos einfallsreiche Weise interpretierten Stücke von u.a. Tubby Hayes ('Tubby' - logisch), James Moody ('Last Train from Overbrook', in puncto Verspieltheit der Höhepunkt der Platte) und Melba Liston ('Melba's Mood' - wer kennt all diese Namen überhaupt noch?) gleicht demgemäß einer Lehrstunde in Traditionspflege mit Gegenwartsbezug.

FAZIT: "Well-Kept Secrets" ist eine standesgemäße Two-Tenor-Attacke, wie man sie heute an und für sich gar nicht mehr erlebt, und führt im Idealfall nachgewachsene Jazzinteressenten an eine sträflich vergessene Variante des Stils heran.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 375x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Nice & Easy
  • Star Eyes
  • Scram
  • Melba's Mood
  • Last Train from Overbrook
  • Why was I born
  • Idle Moments
  • Tubby
  • All through the Night
  • That's All

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier gibt Milch?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!