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Verstärker (D): Themes & Variations (Review)

Artist:

Verstärker (D)

Verstärker (D): Themes & Variations
Album:

Themes & Variations

Medium: CD/Download
Stil:

Instrumentaler Post-Rock

Label: pretty noise records/Edel & recordJet
Spieldauer: 66:35
Erschienen: 07.08.2020
Website: [Link]

Themes & Variations“ ist das fünfte VERSTÄRKER-Album. Fünf live eingespielte Instrumentaltracks, fast 67 Minuten Musik. Keine davon ist langweilig.

VERSTÄRKER bauen keine meterhohen Soundwälle auf, die irgendwann zusammenfallen und dann zerfließen; die Musik der deutschen Kombo bleibt immer feingliedrig, auch wenn es krachend zur Sache geht. Das tut es mitunter ordentlich, Schwermetall entsteht dabei indes nicht. Hohe Dynamik alleweil, geschickt wird zwischen deftigem Rock, traumverlorenen Klangflächen und filigranen Miniaturen changiert.

Themes & Variations“ beginnt mit dem druckvoll knarzigen „Graphit“, schaltet anschließend mindestens einen Gang zurück. „Retro“ ist ein psychedelisches Kleinod, das den Geist der frühen PINK FLOYD atmet, sich aber ebenso mit Drones und Ambient bestens auskennt. Ein feiner Beleg für die Selbsteinschätzung der Band sich ambivalent zwischen Post- und Krautrock zu bewegen, im Spannungsfeld von „Dynamik und Melancholie“. Das beherrschen VERSTAERKER meisterlich.

Das Zusammenspiel zwischen Gitarre und Bass ergänzt sich harmonisch, die Erweiterungen durch diverse Soundscapes sorgen für Soundtrackatmosphäre. Drummer Wolfgang Walter spielt antreibend, wenn es gefordert ist, um sich an anderen Stellen zweckdienlich zurückzuhalten. Diese Fertigkeit ist nicht jedem Trommler gegeben.

Gerade die langsameren Tracks schaffen einen hypnotischen Sog, den die krawalligeren Stücke aufreißen, um am Ende alles wieder zu begradigen. Auch wenn es laut wird, bleiben Kakophonie und Überladenheit außen vor. Hier hat alles seinen Platz und noch Luft zum Atmen dazu.

FAZIT: Die „Themes & Variations“ können derbe rocken, sind oft zum Dahinschmelzen und tragen sich locker über die gesamte Laufzeit des Albums. VERSTÄRKER erschaffen eine Mischung aus imaginiertem Soundtrack und psychedelischem Trip, der seine Vorfahren kennt und mitreißend aufarbeitet. Ganz dicke Empfehlung!

Jochen König (Info) (Review 614x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Graphit
  • Retro
  • Melancolia II
  • Nebensonnen
  • Sabo

Besetzung:

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