Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Ghost Iris: Comatose (Review)

Artist:

Ghost Iris

Ghost Iris: Comatose
Album:

Comatose

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Metalcore / Modern Metal

Label: Long Branch / SPV
Spieldauer: 44:56
Erschienen: 07.05.2021
Website: [Link]

Die hohe Dichte an originellen Newcomern aus Dänemark in jüngerer Zeit schließt nicht aus, dass auch verhältnismäßig konventionelle Combos wie GHOST IRIS durchsickern, doch ihr „Modern“ Metal – komplett mit hart-zartem Wechselgesang und ganz, ganz tief riffenden Gitarren – wirkt auf Platte zwo frischer als die meisten musikalischen Formschinken anderer Bands aus dieser Ecke.

Als "eine der kompromisslosesten" Gruppen der Szene des Landes muss man GHOST IRIS zwar nicht bezeichnen, wie es das Label tut, aber was die Musiker tun, hat Hand und Fuß. Das war schon auf ihrem Einstand "Apple of Discord" der Fall, und im direkten Vergleich dazu ist das Songwriting auf "Comatose" noch ein bisschen prägnanter ausgefallen, wobei man der Band deutlich anhört, dass sie in der Zwischenzeit ausgiebig auf Tournee gewesen ist und die Bühne mit einigen Szene-Größen geteilt hat.

Frontmann Jesper singt ausdrucksstark, statt wie diverse Kollegen schwachbrüstig zu säuseln, und kann auch glaubwürdig wütend fauchen wie der Teufel, während sich seine Hintermannschaft manchmal sogar gekonnt in die rhythmisch komplexen Gefilde von Gojira (checkt ´Paper Tiger´) oder Meshuggah vorwagen. Die Atmosphäre der Scheibe ist insgesamt eine bedrückende; das fängt schon im Opener ´Desert Dread´ an, den der Sänger im Duett mit Gast Mark Hunter anstimmt, und setzt sich über das eindringliche ´Cult´ sowie ´Cold Sweat´ (hat natürlich nichts mit Thin Lizzy zu tun) bis zum Grande Finale ´Power Schism´ fort.

Wenn das Pendel zwischen poppigen Refrains und grober Kelle in Zukunft weniger vorhersehbar ausschwingt, dürfen wir von dem Vierer etwas richtig Großes erwarten.

FAZIT: Metalcore, punktgenau, von hervorragenden Songwritern geschaffen und satt produziert - was GHOST IRIS auf ihrem fünften Album brauchen werden, ist lediglich Mut zum Unerwarteten.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1437x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • (3815935)
  • Desert Dread
  • Paper Tiger
  • Cult
  • Former Self
  • Coda
  • Ebb//Flow
  • Cold Sweat
  • Coma
  • Power Schism

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe 'Lager' rückwärts

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!