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Konni Kass: Diplopia (Review)

Artist:

Konni Kass

Konni Kass: Diplopia
Album:

Diplopia

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Pop

Label: KoKa Records
Spieldauer: 41:09
Erschienen: 20.08.2021
Website: [Link]

Sicherlich auch im Gefolge der Popularität ihrer Landsleute TEITUR und EIVØR veröffentlichte die ebenfalls von den Färöer-Inseln stammende Musikerin KONNI KASS 2016 ihre Debütalbum „Haphe“ - und schlug damit ein neues musikalisches Kapitel der erstaunlich ressourcenreichen, autonomen Dänischen Insel-Dependance auf. Damals war allerdings noch nicht klar, welches Kapitel das denn genau sein sollte. Denn weiland suchte KONNI noch nach einer eigenen Richtung. Das galt sowohl für ihre Musik – in der sich E-Pop skandinavischer Prägung, Club-Vibes, eine Prise Soul-Touch und sogar Spuren aus Konnis vorangegangenem Jazz-Studium zu einem charmanten Mix verquickten – als auch für ihre berufliche Zukunft, denn parallel zu ihren musikalischen Abenteuern studierte KONNI KASS Medizin.

Nachdem sie eben dieses Studium nunmehr abgeschlossen hat und auch als promovierte Ärztin tätig ist, fand sie Zeit und Muße genug, sich mit neuer Musik zu beschäftigen.
Die Zielrichtung für das nun vorliegende zweite Werk „Diplopia“ war aber klar: Es sollte von vornherein ein Pop-Album werden. Zu diesem Behufe schloss sie sich mit dem ebenfalls von den Färöer-Inseln stammenden, aber in London ansässigen, Produzenten Jens L. Thomsen zusammen und wies ihn an, dem bereits ab 2017 entstandenen, in vielen Sessions zusammen mit ihren bewährten Musikern PER INGVALDUR HØJGAAR PETERSEN (mit dem sie zusammen immer wieder im Duo-Setting auftrat), TORLEIK MORTENSEN und KNÚT HÁBERG EYSTURSTEIN eingespielten Material mit einem Mix aus organischen sowie elektronischen Elementen und Samples ein eigenständiges musikalisches Gesicht zu geben.

Im Ergebnis entstand eine moderne Pop-Scheibe mit dezenten, originellen Ansätzen (neben den erwähnten „Auto-Samples“ sind das gestaffelte Vokal-Arrangements sowie dezidiert unjazzig arrangierte und nicht als Soli ausgeführten Saxophon-Einlagen).
Eine durchgängige Geschichte erzählen wollte sie darauf allerdings nicht. Stattdessen betrachtet sie das Album als Song-Sammlung, mit der sie ihre Vielseitigkeit zum Ausdruck bringt – dabei aber auch nicht vor infektiösen, zugänglichen Pop-Gesten zurückscheut. Das Interessante hierbei ist, dass sich diese Ambitionen ausdrücklich auf die klangliche und musikalische Ebene beziehen. Wenn die Musikerin etwas auszudrücken versucht, dann tut sie das auf andere Weise als durch ihren Gesang: Mit dem von TRYGVI DANIELSEN konzipierten Video zu ihrem Song „Boy“ möchte KONNI KASS einen Impuls zur Akzeptanz der LGBTQ-Anliegen in ihrer Färöischen Heimat setzen.

FAZIT: „Diplopia“, der Titel des zweiten Albums von KONNI KASS ist ein medizinischer Fachbegriff, der den durch eine Fehlstellung der Augen bedingten Effekt der Doppelsichtigkeit bezeichnet. Zum Einen wollte die von den Faröer Inseln stammende Musikerin damit eine eigenständige Kommunikation zwischen sich und ihren Musikern darstellen – und zum Anderen verdeutlichen, dass sich in ihrer Musik mehrere Ebenen und Perspektiven überschneiden, welche am Ende zu einem vielschichtigen, facettenreichen Gesamteindruck führen.

Ullrich Maurer (Info) (Review 1698x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Circles
  • Air
  • Nighttime
  • Boy
  • Sunlight
  • You
  • Fair Play
  • Rain
  • Frank
  • Beat

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Pipa
gepostet am: 18.08.2021

User-Wertung:
13 Punkte

Suoer, danke für den Tipp! Find die Videos voll cool.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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