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Enterprise Earth: The Chosen (Review)

Artist:

Enterprise Earth

Enterprise Earth: The Chosen
Album:

The Chosen

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Deathcore

Label: eOne / SPV
Spieldauer: 67:59
Erschienen: 14.01.2022
Website: [Link]

Auf ihrem neuen Album gelingt es ENTERPRISE EARTH so gut wie keiner anderen handelsüblichen Deathcore-Band, diesen Stil mit allen Schikanen zu spielen und trotzdem gleichzeitig mit traditionellem Metal zu versöhnen… falls überhaupt irgendwelche Vertreter der Szene (oder die Mitglieder der Band selbst) dieses Anliegen bewusst verfolgen. Der Antwort auf diese Frage ungeachet könnte "The Chosen" tatsächlich verschiedene Lager von Fans unter einer Kopfhörer-Haube vereinen.

Warum? Nun, der Nachfolger von "Luciferous" (2019) beruht auf gut durchdachten Songs, die wie gesagt praktisch alle für diese Stilistik gängigen Elemente bieten (Stakkato-Riffs, subtil sinfonisches Keyboard-Unterfutter, Breakdowns, Bass Drops, Growls und Screams), sich aber genauso durch unaffektiert melodische Refrains - richtig gut ohne Pathos gesungen wohlgemerkt wie speziell im ersten Drittel des achtminütigen Brockens´Overpass´ - und verspielte Gitarrenarbeit fast wie im klassischen Metal auszeichnen.

Gleich der Opener ´Where Dreams Are Broken´ ist wie später auch das thrashig treibende ´They Have No Honor´ ein Paradebeispiel für diese natürlich anmutende Entwicklung, die ENTERPRISE EARTH binnen kurzer Zeit vollzogen haben, denn schließlich existiert die Gruppe aus Spokane im US-Bundesstaat Washington noch keine zehn Jahre lang. ´Unleash Hell´ glänzt in gleicher Weise nach einem akustischen Intro durch neoklassische Solo-Einlagen und einen gewissermaßen proggigen Anspruch, was die rhythmische Komponente anbelangt.

Im weiteren Verlauf werden solche Marotten eindeutiger ausgebaut: Während ´You Couldn't Save Me´ scheppern die Saiten in bester Djent-Manier zu einer Schlagzeugspur, auf der sich ein Break ans nächste zu reihen scheint (der Gitarrensolo-Schlagabtausch von Byron James Simpson und Gabe Mangold ist hier aber das Highlight), und auch in ´Skeleton Key´ stolpert man im Moshpit mit Begeisterung über die eigenen Füße.

Als Anspieltipp dieses in puncto Qualität wie Quantität rechtmäßig als Epos zu bezeichnenden Albums empfehlen wir ´My Blood Their Satiation´ das an eine Verschmelzung von ENTERPRISE EARTHs Stil mit jenen von Anaal Nathrakh, Cattle Decapitation und Strapping Young Lad denken lässt.

FAZIT: "The Chosen" wird in ein paar Jahren als Deathcore-Meilenstein angesehen, denn mit ihrem dritten Album stellen ENTERPRISE EARTH etliche potenzielle Evolutionsschritte des Stils für die Zukunft zur Diskussion.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 936x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Where Dreams Are Broken
  • Reanimate // Disintegrate
  • Unleash Hell
  • I Have To Escape
  • The Tower
  • They Have No Honor
  • Overpass
  • You Couldn't Save Me
  • Unhallowed Path
  • Legends Never Die
  • My Blood Their Satiation
  • Skeleton Key
  • The Chosen
  • Atlas

Besetzung:

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