Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Bruce Soord: Luminescence (Review)

Artist:

Bruce Soord

Bruce Soord: Luminescence
Album:

Luminescence

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Singer/Songwriter / Alternative

Label: Kscope / Edel
Spieldauer: 41:07
Erschienen: 22.09.2023
Website: [Link]

Während sein Zeitgenosse Steven Wilson auf seinen jüngeren Werken mehr oder weniger kunstvoll oder abstrakt Kritik am Zeitgeist übt, schaut BRUCE SOORD auf seinem dritten Soloalbum in sein eigenes Inneres. Selbstreferenzielle - oder neutral gesagt: introspektive - Lieder sind im Artrock und Prog nichts Neues, wobei der The-Pineapple-Thief-Kopf auch keine Innovationen anstrebt.

"Luminescence" beruht auf sanften, Singer-Songwriter-artig konzipierten Liedern, die dezente Gitarrenspiel mit Streichern, Keyboards und natürlich viel Gesang in sich vereinen. Das Ergebnis klingt mal sehr organisch wie der Opener 'Dear Life', mal eher elektronisch wie 'Lie Flat', wo man einen leichten Post-Rock/Trip-Hop-Einschlag zu erkennen glaubt.

Innerhalb des Spektrums, das diese beiden Tracks aufspannen, spielt sich im Grunde auch der gesamte Rest ab. Soord arrangiert seine Stücke feinfühlig um schlichte, aber berührende Melodien herum ('So Simple', 'Days of All Days') und schafft dabei selten etwas richtig Großes, doch das ist weniger sein Anliegen als die Vertonung von Empfindungen der Zerrissenheit oder Einsamkeit, denen sich der Einzelne als Bürger urbaner Räume auf der ganzen Welt stellen muss.

Ihre Kraft entfalten von Januar 2021 bis Juni '23' komponierten Lieder gerade durch ihre Kürze, die einen Eindruck von Unverbindlichkeit, des Unfertigen (im positiven Sinn) und Offenen vermitteln. Das Instrumental 'Rushing' und das nur zweiminütige 'Read to Me' sind die ersten Nummern, anhand derer man sich schnell mit der übergreifenden Stimmung von "Luminescence" anfreunden kann.

FAZIT: BRUCE SOORD schlägt auf "Luminescence" Kapital aus seiner unaffektiert emotionalen Stimme und Texten, in die man sich leicht einfühlen kann. Das Instrumentale ist "nur" eine zweckmäßige, wenn auch beflissen komponierte Begleitung, und am Ende kommt ein zeitgenössisches Liedermacheralbum heraus. Wer so etwas sucht, hat seine neonlampenhelle Freude daran.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 590x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Dear Life 3:27
  • Lie Flat 3:51
  • Olomouc 3:55
  • So Simple 2:05
  • Never Ending Light 4:11
  • Day of All Days 3:19
  • Nestle In 3:13
  • Instant Flash of Light 3:37
  • Rushing 3:03
  • Stranded Here 3:41
  • Read to Me 2:08
  • Find Peace 3:46

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!