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Le Tour De Force: Le Tour De Force (Review)

Artist:

Le Tour De Force

Le Tour De Force: Le Tour De Force
Album:

Le Tour De Force

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Rock, Instrumental

Label: Astronomy Recording Music/Just For Kicks
Spieldauer: 55:47
Erschienen: 14.08.2026
Website: [Link]

Wenn das spanische Trio LE TOUR DE FORCE auf ihrem Album-Debüt „Le Tour De Force“ so richtig durchstarten, dann begeben sie sich bei diesem wilden musikalischen Rennen, das radikal mit „Radical“ startet, offensichtlich in Richtung des Hofes eines wohlbekannten Crimson-Königs, der gerne auch mal auf seiner Speisekarte Lerchenzungen in Aspik zu stehen hat, die er dann während bibelschwarzer, sternenloser Nächte verzehrt.


Von der ersten Minute der knappen Musikstunde ihres gleichnamigen Album-Debüts an lassen uns LE TOUR DE FORCE an den dunklen, komplexen und vor Polyrhythmen überbordenden Klangwelten, die sich ganz offensichtlich auf die KING CRIMSON der Früh- und Mittsiebziger beziehen, teilhaben. Ausschließlich aber nur die instrumentalen Ausflüge, in denen immer wieder Flitzefinger-Gitarrist Fernando de la Figuera auf Fripp-Tripp brilliert. Dabei geht’s zwar vordergründig härter zur Sache, aber auf „Planet 503“ dürfen gerne auch mal ein paar Loops und Frippertronics andocken.


Egal, ob die 2023 gegründeten LE TOUR DE FORCE es fast 12 Minuten lang ganz wild auf „Inconsciencias“ treiben oder es tagträumend mit langem Gitarren-Solo auf „Daydreaming“ deutlich ruhiger und harmonischer angehen lassen, um dann im „Psycho Jungle“ wieder die Sau rauszulassen – jedem einzelnen Instrumentalstück wohnt das KC-Gen inne, wobei allerdings der Gitarrist mal die eine oder andere, von frippschen Strukturen abweichende, frickelige Klangbreitseite herausholt und ausbaut, um zu verhindern, dass man LE TOUR DE FORCE vielleicht permanent die Klon-Keule um die Ohren haut.


Wenn dann nach 55 Minuten die von der Gitarre angetriebenen „Penguins“ zufrieden über die „Le Tour De Force“-Landschaft watscheln, in der sich die altbekannten Sounds als hoffnungsvolle Eiskristalle aus der Vergangenheit erheben, werden sie nicht nur Tierliebhaber, sondern auch die Nostalgiker, deren Leben maßgeblich besonders von der instrumentalen Urgewalt KING CRIMSONs geprägt wurde, glücklich und zufrieden zurücklassen.


FAZIT: Die drei Spanier von LE TOUR DE FORCE machen auf ihrem Album-Debüt „Le Tour De Force“ keine Gefangenen und zeigen mehr als offensichtlich, wo ihr musikalischer Hammer hängt, mit dem sie besonders die frühen und mittleren Siebzigerjahre-Zeiten ihrer ganz großen Vorbilder KING CRIMSON bearbeiten und dabei gleich sieben KC-Nägel so treffsicher versenken, dass man sich oft während der knappen Musik-Stunde fragt, ob die KC-Originale mal wieder ein feines Stelldichein hätten, um ein reines Instrumental-Album rauszuhauen. Gut, das wird in dieser Form ganz sicher nicht mehr geschehen. Darum dürfen alle Freunde von KING CRIMSON nunmehr auf LE TOUR DE FORCE zurückgreifen. Ein Album, auf dem nichts neu, dafür aber alles altbekannt klingt und zum rein instrumentalen Schwelgen in den frühen Zeiten der FRIPP-Mania einlädt.


Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 725x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Radical
  • Planet 503
  • Te Genesis of the Seven Tides
  • Inconsciencias
  • Daydreaming
  • Psycho-Jungle
  • Penguins

Besetzung:

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