Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Paimon: Metamorphine (Review)

Artist:

Paimon

Paimon: Metamorphine
Album:

Metamorphine

Medium: CD
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Elysian Records
Spieldauer: 45:34
Erschienen: 2005
Website: [Link]

Endlich mal keine typische skandinavische Melo Death Kost. Die seit 1997 aktiven PAIMON kochen auf „Metamorphine“ ein hübsch eigenständiges Soundsüppchen. Nach drei Demos, einem Album („Terra Oblivionis“) und drei Jahren Songwriting für „Metamorphine“ hat die deutsch-russische Bande ihr bisher bestes Album eingetütet.

Die ersten Sekunden von „Phobia“ passen so gar nicht zum restlichen Material: Derbe Blastbeats blasen zum Angriff, werden aber von CoB-ähnlichen Gitarren aufgefangen. Dann Zäsur: PAIMON pendeln sich überwiegend im Midtempo ein, die Drums klingen unheimlich natürlich, da wurde kein bißchen mit Technik aufgepusht. Manchmal scheppert´s vielleicht doch etwas arg, doch im Großen und Ganzen tut der organische Sound den Trigger-penetrierten Ohren äußerst wohl.

Besonders herauszuheben ist das Gitarrenspiel André Abram und Oliver Klein: Wo bei anderen Bands jeder Song von einem mehr oder weniger originellen Riff getragen wird, schüttelt das Duo beinahe verschwenderisch melodische, originelle Leads aus dem Ärmel: Diese eher untypische Single Note Spielweise verpaßt „Metamorphine“ einen äußerst interessanten und außergewöhnlichen Klang. In einem einzigen Song befinden sich manchmal mehr Gitarrenmelodien als auf ganzen Alben anderer Bands.

Wer jetzt glatte Tralala-Eskapaden vermutet, liegt gehörig falsch: PAIMON schwelgen hingebungsvoll in folkloristischen Melodien und episch-heroischen Arrangements, die ein ums andere Mal an Bands wie SUIDAKRA oder vielleicht auch FINNTROLL gemahnen. Sänger Voland schließt sich diesem Reichtum an Melodien nicht an und bietet mit seinen harschen, druckvollen Growls einen spannenden Kontrast. Einige wenige clean gesungene Passagen runden seinen Stil gelungen ab.

Ein kurzes Akustik-Gitarren-Intermezzo („To A Stranger“) und das Piano Outro („On The Way…“) zeigen die sanfte Seite von PAIMON und deren Aufgeschlossenheit gegenüber Death Metal fremden Komponenten – man wünscht sich sogar, daß derartige Ausflüge in andere Musikstile Bestandteil der restlichen Kompositionen werden würden.

FAZIT: Death Metal im Wunderland der (Folk-) Melodien: So eine Vielfalt gelungener Leads und Soli gab es selten: Kein Geschwindigkeitsrausch, dafür klar strukturierte Songs mit angemessener Komplexität. [Album bei Amazon kaufen]

Nils Herzog (Info) (Review 1952x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Phobia
  • Butcher´s Science
  • Misanthrope
  • Millenial Troubles
  • Moment Of Pride
  • To A Stranger
  • Sir General Freedom
  • Don´t Provoke The Death
  • Come To My Tomb
  • Madman´s Revenge
  • On The Way...

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!