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John Waite: Downtown Journey Of A Heart (Review)

Artist:

John Waite

John Waite: Downtown Journey Of A Heart
Album:

Downtown Journey Of A Heart

Medium: CD
Stil:

Melodic Rock/Balladen Rock

Label: Frontiers Records
Spieldauer: 51:38
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Der Name JOHN WAITE dürfte bei den meisten Lesern nur ein Achselzucken hervorrufen. Mir ging auch erst ein Licht auf, als ich im Info auf den Bandnamen BAD ENGLISH gestoßen bin, hat der englische Sänger unter diesem Banner schließlich gemeinsam mit mehreren JOURNEY-Mitgliedern zwei formidable AOR-Alben eingespielt, denen auch die Hit-Ballade "When I See You Smile“ entsprungen ist.

Der noch weitaus größere Erfolg entstand jedoch bereits vorher zu Solozeiten der Waite-Karriere, die wiederum noch früher als Frontmann bei THE BABYS ihren Ursprung hatte. Denn trotz Unkenntnis über den Urheber: Mit dem Song „Missing You“ dürfte schon jeder in Berührung gekommen sein. Auch der größte THE BABYS-Hit „Isn´t It Time“ könnte bei älteren Semestern Erinnerungen wachrufen.

Nach dem Ende von BAD ENGLISH wurde es ziemlich ruhig um den Sänger aus Lancaster und obwohl er danach noch vier Soloalben veröffentlichte, blieben weitere Erfolge aus. So besinnt er sich jetzt mit „Downtown Journey Of A Heart“, seinem Einstand beim Melodik-Label Frontiers Records, seiner goldenen Zeiten. Es handelt sich hier nämlich nicht wirklich um ein neues Album, sondern um einen Querschnitt seines Schaffens, wobei sämtliche Songs neu eingespielt wurden und sich teilweise im neuen Gewand präsentieren. Laut Aussage des Meisters selbst wollte er sich hierbei vor allem instrumental auf das Wesentliche konzentrieren. So kommt das Album zum Beispiel komplett ohne Keyboards aus. Konkret bedeutet das aber auch, dass einige Songs noch lascher als in der Urversion ausgefallen sind und hier die Balladenfraktion verstärkt das Sagen hat.

Das erdige Blues-Stück „Highway 61“ (eine Bob-Dylan-Coverversion und einer von zwei neuen Tracks) ist da im Vergleich schon fast eine Eruption und sorgt, obwohl auch nicht sonderlich prickelnd, für eine der wenigen Abwechslungen. Nur „Headfirst“ und der Opener „The Hardway“ nehmen dem gegenüber auch mal etwas Tempo auf. Beim zweiten neuen Song „St. Patrick´s Day“ handelt es sich dann übrigens wieder um eine Ballade.
Die Neuinterpretation fällt natürlich hauptsächlich bei den bekannten Hits auf. Bei „Missing You“ und „Isn´t It Time“ kommt jetzt nämlich auch eine Sängerin zum Einsatz. Nett, aber alles andere als essentiell und nichts, worauf man wirklich gewartet hat oder was nötig gewesen wäre.

Da fast alle Songs sehr eingängig, teilweise gar simpel sind, stellt sich mir übrigens die Frage, warum es zu deren Umsetzung so eines Großaufgebotes an Gastmusikern (in Zahlen genau 21) bedurfte. Streicher- oder Pianoklänge fallen natürlich auf, aber ansonsten kann man wirklich keine unterschiedlichen Stile der ausführenden Instrumentalisten feststellen.
Allgemein kommt mir beim Hören dieser CD vom Stil und auch stimmlich häufig der Name Bryan Adams in den Sinn, auch wenn Waite vielleicht die „älteren Rechte“ hat - aber selbst von dem Kanadier ausschließlich die langsamen Stücke, daher will ich dessen Schmuserock mal als Stilhinweis zu Hilfe nehmen.

FAZIT: Zwei, drei straighte Gitarrenrocker lassen aufhorchen, der Rest versinkt im Balladentrief. Zu viele Kaminfeuer machen nicht kuschelig warm, sondern sorgen irgendwann für Schweißausbrüche. Die bekannten Hits hört man ja noch hin und wieder und ausreichend häufig im Radio, der Rest auf „Downtown Journey Of A Heart“ klingt nicht viel anders und macht daher eine zusätzliche Belastung der Haushaltskasse nicht erforderlich.

Lars Schuckar (Info) (Review 1894x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
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Tracklist:
  • The Hard Way
  • In Dreams
  • Blue Venus
  • Missing You
  • Keys To Your Heart
  • New York City Girl
  • Highway 61
  • Isn´t It Time
  • St. Patrick´s Day
  • Headfirst
  • Downtown
  • When I See You Smile

Besetzung:

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