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Magnolia: Magnolia (Review)

Artist:

Magnolia

Magnolia: Magnolia
Album:

Magnolia

Medium: CD
Stil:

Blues Rock

Label: Transubstans Records / Just For Kicks
Spieldauer: 40:23
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Welche Gemeinsamkeit gibt es zwischen einem schwedischen Blues-Rock-Projekt und einem zarten Blümchen? Natürlich den Namen! Passt das wirklich zusammen? Neeee! Denn wenn ich an diese zarte Blume denke, kommt mir sofort romantische, ein wenig träumerisch-entspannte Musik in den Sinn – aber garantiert kriege ich nicht den Blues! Ronny Eriksson wiederum sieht das völlig anders.

Laut Erikssons Aussage kam er auf diesen Band-Namen nicht etwa durch intensive Naturbeobachtungen, sondern durch einen alten Titel von BLUE CHEER (Schön, wer diese Band kennt, mir sagt sie zumindest gar nichts.) namens „Magnolia Caboze Babyfinger“. Auch der Begriff „Band“ ist ein wenig übertrieben, da Ronny als Multiinstrumentalist Bass, Gitarre und Keyboards spielt, aber leider auch unbedingt singen muss. Als zweiter Mann in diesem „musikalischen Großunternehmen“ kommt noch Anders Hedström hinzu, für den ausschließlich gerade mal ein Platz am Schlagzeug übrig blieb. Und da so ein Zwei-Mann-Projekt, manchmal mit ein paar Gästen angereichert, wohl beim Aufnehmen eines Debut-Albums recht zeitaufwändig ist, werkelten Eriksson und Hedström über drei Jahre in einem schwedischen Studio an diesem Album herum. Mit dem Erfolg, dass man dem Album solch einen Aufwand nicht anhört, sondern eher den Eindruck gewinnt, hier hätten sich die Musiker einfach darauf festgelegt, den Blues und ein paar progressive Rockelemente der 60er- und 70er-Jahre wiederzubeleben. Man sollte die Schweden vielleicht doch mal darauf hinweisen, dass GOV´T MULE diese Idee deutlich früher als sie hatten und schon seit Jahren ihre Einfälle in erheblich besserer Qualität umsetzen. Und ich will hier auf keinen Fall daran rummeckern, dass Eriksson auf Schwedisch singt. Für mich ist es eher ein großer Pluspunkt, dass Musiker in ihrer Muttersprache singen – statt des angeblichen besseren phonetischen Klangs wegen auf die englische Sprache auszuweichen.

Deutlich an Stärke gewinnt das Album in den Momenten, wo auf eine komplexere, progressivere Freistil-Spielweise zurückgegriffen wird, man auf den etwas eintönigen Gesang, der an Bernd Noske von BIRTH CONTROL erinnert, verzichtet oder zusätzliche Instrumente, wie beispielsweise eine Posaune, ins Spiel bringt. Dann wird´s sogar mal jazzig, mal folkloristisch oder balladesk. So klangen früher auch viele Scheiben, die ich mir als Alternative zu den unbezahlbaren Westprodukten in der DDR angehört und zugelegt habe. Nur hatten die „Musik-Gruppen“ damals solche schönen Namen wie MODERN SOUL BAND, LOCOMOTIV GT, (ganz frühe) OMEGA oder FONOGRAF.

Die Schweden selber benennen andere Parallelen, die ich hier nicht verheimlichen will, auch wenn ich bereits bei der ersten Band als Vergleich deutliche Probleme habe. Darum zitiere ich aus der Promo-Kritiker-Info: „MAGNOLIA spielen progressiven, Heavy-Bluesrock mit hohem Improvisationsanteil in Richtung CREAM, WEST BRUCE & LANG, HIGHWAY ROBBERY und allem, was sie sonst noch mögen.“ Und für diese Spielweise haben sie sich drei Jahre und gerade mal 40 Minuten auf ihrer Debut-CD Zeit genommen. Na ja?!

FAZIT: Wer ein Freund der schwedischen Sprache, skandinavischer Musik sowie härteren Blues-Rocks mit leicht progressivem Anteil ist, welcher in Anlehnung an die 60er- & 70er-Jahre Produktions- wie Musizier-technisch vorgetragen wird, sollte auf dieses zarte Pflänzchen zurückgreifen. Aber Vorsicht, manchmal erscheint es doch ein wenig welk!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 3130x gelesen, veröffentlicht am )

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6 Punkte
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Tracklist:
  • Resa Utan Slut
  • Kvarnsten
  • Försvunnen
  • Trollbunden
  • Stanna Till!
  • Magnolia
  • Natt Blev Dag
  • Dalsländsk Polska
  • Vem Bestämmer?

Besetzung:

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