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Rob Zombie: Educated Horses (Review)

Artist:

Rob Zombie

Rob Zombie: Educated Horses
Album:

Educated Horses

Medium: CD
Stil:

Rock

Label: Geffen / Universal
Spieldauer: 38:30
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Es gibt noch positive Überraschungen. Ich kannte bisher nur "Astrocreep", welches mich nicht vom Hocker geblasen hat. Außerdem konnte ich den Rummel, den die Amerikaner um den mittlerweile wieder erstaunlich menschlich aussehenden Zottel machten, nie nachvollziehen. Schock und Provokation waren natürlcih beabsichtigt, schlugen aber nur bei Zombies besonders paranoiden Landsleuten an. In Europa ist er eher durch seine Arbeit als Horrorfilmer bekannt. Hört man sein altes Material, muss man allerdings eingestehen, dass er gewissermaßen ein Vorreiter war, bei dem sich etwa Marilyn Manson imagetechnisch und teils auch musikalisch bediente. Der Verweis greift aktuell mehr denn je, denn Mansons ehemaliger Gitarrist spielt auf "Educated Horses" und hat auch mitkomponiert. Trommelnde Gäste waren ferner Drumhure Josh Freese und Herumhurer Tommy Lee.

Elektronik ist quasi kein wesentlicher Bestandteil des neuen Albums. Nach einem Intro gibt "American Witch die Richtung vor: Simple Riffs, nicht selten an Black Sabbath angelehnt, und zumindest im ersten Albumdrittel maximale Eingängigkeit. Diese erreichen die Stücke durch Melodien und Riffs, die meist dem Gesang folgen, so dass spätestens im jeweiligen Chorus Jeder mitgrölen kann. Dies zeigt sich in "Foxy, Foxy", das titelgemäß so sexy wie Jimi Hendrix sein möchte.

"17 Year Locust" verstärkt den Psychedelic Faktor mit Sitar-artigen Saitenklängen und noch mehr Doom-Feeling, während danach ein tanzbarer Rhythmus "The Scorpion Sleeps" dominiert und die Drumarbeit zum Klatschen einlädt. Einfach strukturiert wie die Lieder sind, machen sie trotzdem Spaß und setzen nicht auf Lärm und gewolltes Freakig-Sein wie noch in der Vergangenheit; auch auf Fotos gibt sich der Frontmann bodenständig - ohne Gossenkostüm und stets von der Band umgeben. Es funktioniert also auch ohne Image.

Nach psychedelischem Zwischenspiel ist "Let It All Bleed Out" ein Uptempo-Rocker mit tief dröhnenden Gitarren und aggressivem Gesang im Refrain. Dem gegenüber stehen Soli und Leads, die daran erinnern, dass John Five einen guten Ruf in der Gitarristenszene genießt. "Death Of It All" als überwiegend akustisches und längstes Stück ist Anspieltip. Offenbar vom Candyman-Horror textlich inspiriert, geht es als dunkler Epos durch. Auch "Ride" ist der Lichtscheu verpflichtet, pendelt zwischen ruhigen Piano-unterlegten Passagen und kräftigem Chorus.

Es folgt ein weiterer Horrorverweis auf Zombies eigenes Werk "The Devil´s Rejects", der sich als böses Stück mit Slide und Wüstenfeeling entpuppt. Als Abschluss fungiert der langsame Groover "The Lords of Salem".

Die Qualität solch basischer Musik steht und fällt im Dauertest, und ein solcher brachte kaum Abnutzungserscheinungen - "Educated Horses" funktioniert morgens bei Sonnenaufgang und in Gesellschaft gleichermaßen. Bodenständiges Partyalbum, das auf diesen Seiten sicher nicht seine Zielgruppe erreicht.

FAZIT: Ein Sack hittiger Rockstücke mit anständiger Härte und Verweisen auf die Siebziger Jahre.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3219x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Sawdust in the Blood
  • American Witch
  • Foxy, Foxy
  • 17 Year Locust
  • The Scorpion Sleeps
  • 100 Ways
  • Let It All Bleed Out
  • Death of It All
  • Ride
  • The Devil´s Rejects
  • The Lords of Salem

Besetzung:

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