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Stormwarrior: At Foreign Shores – Live In Japan (Review)

Artist:

Stormwarrior

Stormwarrior: At Foreign Shores – Live In Japan
Album:

At Foreign Shores – Live In Japan

Medium: CD
Stil:

Heavy Metal

Label: Remedy/Soulfood
Spieldauer: 45:46
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Die Hamburger gastierten im Vorprogramm der letzten Gamm-Ray-Tournee in Japan und schnitten dabei dieses Livealbum mit. Klanglich angemessen rau wie druckvoll ist es geworden, und atmosphärisch gesehen geht es trotz minimaler Kommunikation mit den Fans in Ordnung – man hatte wohl einen engen Zeitplan.

Ihre Chor-Shouts beherrschen die Musiker auch auf der Bühne, wo ähnlich geartete Combos ihre Studio-Opulenz oft ärmlich umsetzen. STORMWARRIOR reihen sich aber sowieso nicht in den Neo-Power-Metal-Kanon ein – sie sind zwar genauso unoriginell, haben sich aber der eher selten adaptierten Frühphase von Helloween verschrieben. Im Demo-Stadium noch belächelt, überzeugten ihre bisherigen Alben all Jene, die sich schon nach „Walls of Jericho“ von der Waterkant abgewandt hatten. Lars Ramcke intoniert wie Kai Hansen, dessen Handgelenken auch die Speeder „Sign of the Warlorde“ und „Valhalla“ entsprungen sein könnten. „Heavy Metal Fire“ zwinkert mit denselben Augen wie „Heavy Metal Universe“ von „Powerplant“. „The Axewielder“ ist epischer, und „Lindisfarne“ zeigt als sicherlich bisher beste Komposition der Gruppe, dass die Vorbilder noch nie bloß auf ihre eingängigen, kompakten Stücke zu reduzieren waren – auch wenn die Nachahmer dies mehrheitlich tun und sich dabei an der post-Kai-Zeit orientieren.

Die Daseinsberechtigung von STORMWARRIOR muss gegeben werden: sie kopieren und sind nicht innovativ – dies aber mit einem rar gewordenen Sound, der damals unter Einfluss von Venom und Slayer entstand. Das missverstehen die heutigen Epigonen meist - nicht so STORMWARRIOR: sie kapieren es, Ruppigkeit mit Melodien ohne abgelaufenes Verfallsdatum zu verbinden; einige Soloparts sind zum Mitsingen geeignet wie zu Frischkürbis-Zeiten. Helloween überzeugen jetzt nicht einmal mehr in ihrer weiterentwickelten Form, krampfen mit alten Konzepten, und auch Gamma Ray haben eine vielschichtigere Ausrichtung eingeschlagen – Die Sturmkrieger füllen diese Nische, gleichwohl es eben eine Nische ist und kein für die Zukunft offenes Konzept.

Dieser Rückzug in die Embryonalstellung des deutschen Speed Metal eignete sich in Japan trefflich zur Einstimmung auf die hellen Gammastrahlen und ist auf CD entweder für den Fan gedacht, oder als Werkschau für Unbedarfte. Best-Of-Zusammenstellungen wird eine solche Band in absehbarer Zeit nicht lukrativ vermarkten können, weshalb „At Foreign Shores“ als ähnlich geartetes Unternehmen durchgeht.

FAZIT: Nicht nur, weil Hansen neuerdings unverhohlen bei Black Sabbath stiehlt, dürfen seine Nachbarn es wiederum bei ihm tun. Aus der Connection innerhalb Hamburgs wird kein Hehl gemacht; beide Bands eint das musikalisch Ernsthafte bei gleichzeitig gesundem Abstand von Szene-Verbissenheit. Glaubhaftes Helloween-Worshipping im Live-Gewand...

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3040x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • And The Northwinde Bloweth
  • Sign of the Warlorde
  • Heavy Metal Fire
  • The Axewielder
  • Valhalla
  • Odinn’s Warriors
  • Thunderer
  • To Foreign Shores
  • Lindisfarne
  • Iron Prayers

Besetzung:

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