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Great White: Back To The Rhythm (Review)

Artist:

Great White

Great White: Back To The Rhythm
Album:

Back To The Rhythm

Medium: CD
Stil:

Hardrock

Label: Frontiers Records
Spieldauer: 55:02
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Den Rock-Göttern sei Dank: Mit dem Makel behaftet, im Mittelpunkt einer der größten Tragödien der Musikgeschichte zu stehen, sind die kalifornischen Blues-Hardrocker endlich "Back To The Rhythm again", um acht Jahre nach dem letzten Studioalbum "You Can´t Get There From Here" und vier Jahre nach der Feuerkatastrophe von West Warwick endlich wieder einen erfreulichen, da musikalischen Beitrag zur Rockgeschichte zu leisten. Fast hatte man die Hoffnung ja schon aufgegeben, dass sich die "Sharks" noch einmal berappeln, da ist die Freude um so größer, dass sie pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum ihre Bandgeschichte mit dem elften (ungeachtet diverser Live, Best Of- und Coverscheiben) Album fortsetzen.

Nicht nur, dass GREAT WHITE wie beim letzten Werk wieder mit der wohl besten und eingespieltesten Besetzung am Start sind, sie knüpfen auch nahtlos dort an, wo sie damals aufgehört haben. Nachdem der beschwingte Titelsong in Art eines Klassikers wie "Call It Rock ´N´ Roll" und das mit mächtig eingängigem Refrain ausgestattete "Here Goes My Head Again" gleich das ureigene Feeling der Russell-Bande zurückbringen und auch eine rockige Nummer wie "Still Hungry" oder der typische Blueser "Take Me Down" mit seinem tollen Gitarrenpart an die Erfolgstradition früherer Tage erinnern, geht es der Fünfer im weiteren Verlauf wie zuletzt vornehmlich entspannt an. Ab "Play On", das zu Beginn kurz an eine RED HOT CHILLI PEPPERS-Ballade denken lässt, überwiegen auf dem Album also neben den stilleren Momenten solch lässige Nummern wie "I´m Alive", "Standin´ On The Edge" und "Neighborhood". Klar, tiefe Gefühlsschluchten wie "Was It The Night?" gehörten schon immer zum Repertoire der Band und übten von jeher alleine schon durch das Duo Russell/Kendall ihren ganz besonderen Reiz aus, aber im Bewusstsein der Geschehnisse könnte man durch den Anteil von ruhigen Songs wie "How Far Is Heaven?" und "Just Yesterday" meinen, dass die Band insgesamt doch nachdenklicher als früher zu Werke geht. Dieser Eindruck könnte jedoch auch daran liegen, dass man sich den ein oder anderen Hardrocker mehr und auch eine größere Präsenz der Leadgitarre insgeheim gewünscht hätte. Dies war allerdings auch schon beim Vorgänger so (von einem Album wie "Sail Away" mal ganz zu schweigen) und obwohl die als Bonussong ausgewiesene Coverversion von HUMPLE PIEs "30 Days In The Hole" in der vorherrschenden Atmosphäre des von Gitarrist Michael Lardie wieder warm produzierten Albums ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt, klingt hier letztendlich alles urtypisch nach GREAT WHITE - womit alle Hoffnungen, die in das Comeback gesetzt wurden, erfüllt sein sollten.

FAZIT: Mit "Back To The Rhythm" setzen GREAT WHITE nahtlos ihren musikalischen Weg fort und vertreiben mit Bedacht, vielleicht auch noch ein wenig zurückhaltend, die Geister der Vergangenheit. Schön, dass sie wieder da sind.

Lars Schuckar (Info) (Review 3837x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Back To The Rhythm
  • Here Goes My Head Again
  • Take Me Down
  • Play On
  • Was It The Night?
  • I´m Alive
  • Still Hungry
  • Standin´ On The Edge
  • How Far Is Heaven?
  • Neighborhood
  • 30 Days In The Hole (Bonus Track)
  • Just Yesterday

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Van Helsing
gepostet am: 22.04.2009

User-Wertung:
12 Punkte

Jep, ganz deiner Meinung. Gutes Comeback, ähnlich Blue Cheer ist das Wagnis geglückt. "Was It The Night" ist richtig guter Old-School-Stuff. Klingt ab 0:30 "...Empty Daaay..." nach Whitesnake, wie? Und nach Aerosmith, Slade... Sag nicht, nach Saxon;-)
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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