Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Grey Level: Opus One (Review)

Artist:

Grey Level

Grey Level: Opus One
Album:

Opus One

Medium: CD
Stil:

Artrock/Postrock

Label: Progrock/H´Art
Spieldauer: 59:00
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Die sanften Wellen, die Bands wie Radiohead einst lostraten, sind an Kanadas Küsten angelangt und verbinden sich beim Ehepaar Barber mit der in Sound umgesetzten Weite ihrer Heimat. Das Duo betreibt seinen akustischen Maueraufbau mit der Gesetztheit geordneter Lebensverhältnisse und bleibt dadurch jedwede Zertrümmerung weitgehend schuldig – sei es klanglich oder hinsichtlich des allgemeinen Musikverständnisses.

Opus One“ bereitet also schon Vorexerziertes auf und bedarf eines langen Atmens. Akustikgitarren, Flächenkeyboards und androgyne Stimmen verleihen dem potentiell Intimen der Bandkonstellation sowie der textlichen Beziehungsthematik eine gewissen Asexualität – trotz des warmen und Tiefen ausschöpfenden Sounds - Kopfhörer auf! – sind GREY LEVEL ihrem Bandnamen gerecht distanziert und unverbindlich. Man mag die zahlreichen Brüche innerhalb der langen Stücke gar als unausgegorenes Songwriting bezeichnen, was experimentelle Soundscape-Passagen zusätzlich bekräftigen. So fließt das Album mehr, als dass es durch einzelne Tracks Pfeiler zum Festhalten in den Strom setzt. Einzig „Blues Waves“ geht in Teilen als konventionell poppige Ballade durch – sogar mit Anflug eines Hooks.

Man lässt sich in der dunklen Jahreszeit gerne treiben, und so ist „Opus One“ auch allenfalls etwas für spezielle Momente – wenn überhaupt, denn die konkreten Parts stellen einfach nicht die Mehrheit dar, die eine solche musikalische Ausrichtung benötigt, um nicht ins Nervige – der Gesang - und Beliebige abzugleiten. Inmitten des mageren Schwelgens, Knatterns und Brummens hätte man sich mehr fleischtragende Leadgitarren wie in „Taken“ gewünscht.

FAZIT: Bei klarer Motivausarbeitung und mit einem Ruck versehen könnten GREY LEVEL zu Größerem heranreifen, das dann mit Thom Yorke und den Nachbarn vom Constellation-Label auf Augenhöhe ist - Also nicht vorher einen Ehekrach losbrechen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2908x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Sojourn
  • Taken
  • Blue Waves
  • Your Light
  • Possessing Nothing
  • Rest

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!