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Jaded Heart: Sinister Mind (Review)

Artist:

Jaded Heart

Jaded Heart: Sinister Mind
Album:

Sinister Mind

Medium: CD
Stil:

Melodic Hardrock/Melodic Metal

Label: Frontiers Records
Spieldauer: 54:57
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Die ehemals in Duisburg gegründeten JADED HEART sind mit "Sinister Mind" auch bereits bei ihrem achten Album angelangt und trotz einer über die Jahre beständigen Leistung kommt einem ihre Reputation in der Szene immer noch vergleichsweise gering vor. Nachdem man zum Schrecken der dennoch vorhandenen langjährigen Fans mit Sänger und Mitbegründer Michael Bormann (zuletzt bei BLOODBOUND und demnächst bei den Griechen REDRUM zu hören) vor einiger Zeit dann noch das vermeintliche Markenzeichen verloren hatte (von dem man sich wohl nicht gerade in Freundschaft getrennt hat) sah die Zukunft der Band erst recht alles andere als rosig aus.

Erfreulicherweise fiel der Einstand des Bormann-Nachfolgers Johan Fahlberg (Ex-SCUDIERO) auf dem letzten Album „Helluva Time“ aber durchaus ansprechend aus, zumal die Band die Umstände genutzt hat, um sich auch stilistisch neu zu orientieren. Konnte man früher und gerade auch auf "Trust", dem letzten Album mit dem Originalsänger, viele Songs noch bedenkenlos in die AOR-Abteilung einordnen, wurde der Anteil an kernigen Hardrocksongs zuletzt deutlich erhöht. Insgesamt sind JADED HEART damit ziemlich von den amerikanischen Vorbildern weg (die Band wurde früher nur allzu gerne mit BON JOVI verglichen) und mehr in Richtung skandinavische Schule gerückt.

Als ob auch das neue Cover darauf hinweisen soll, zeigt das Quintett diesmal tatsächlich noch mehr Zähne und ist den Weg des Vorgängers konsequent weitergegangen, zumal es auch diesmal wieder zu einer personelle Änderung gekommen und an der Gitarre jetzt mit Peter Östros von INSANIA STOCKHOLM (der Barish Kepic ersetzt hat) passenderweise ein weiterer Schwede zu hören ist. Für "Sinister Mind" bedeutet das unterm Strich: noch weniger Balladen, weniger Bombast-Choräle, dafür noch wesentlich mehr Gitarren, mehr Hooks, insgesamt mehr Power. Bereits der Opener und Ohrwurm "Hero" ist ein wuchtiger Melodic-Stampfer, gefolgt vom noch schnelleren, detailliert komponierten "Justice Is Derserved" und auch der Titelsong setzt trotz ruhigerer Passagen auf eine druckvolle Bandbreite. Diese Songs und auch eine Nummer wie "Open Your Eyes" lassen dabei des öfteren und nicht zuletzt durch den Gesang an eine ehemals recht erfolgreiche Band aus Norwegen denken, während Songs wie "See The Light" oder "Hellucinate" in Sachen eindringlicher Hooks verdammt nah an die Klasse der Band von Mitproduzent Dennis Ward heranreicht. Die gewohnt eingängigen Refrains finden sich natürlich ebenfalls immer noch zuhauf, dafür hat man solch ausführliche Gitarren-Exkursionen wie etwa bei "Heavenly Devotion" oder "To Please And Give In" im Hause JADED HEART bisher wohl noch nicht gehört; einer der Vorzüge, wenn man einen Metal-Axeman in der Band hat.

FAZIT: So prägnant wie in dem Bereich, von dem sie sich immer weiter entfernen, sind JADED HEART auf ihrem neuem Betätigungsfeld noch nicht. Dafür ist "Sinister Mind" aber nicht nur noch mehr Hardrock als zuvor, auch die Bezeichnung "Melodic Metal" trifft es diesmal häufiger denn je, so dass sie mittlerweile nicht nur bei Fans von PINK CREAM 69 bis TNT auf gesteigertes Interesse stoßen dürften. [Album bei Amazon kaufen]

Lars Schuckar (Info) (Review 5244x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Hero
  • Justice Is Deserved
  • Sinister Mind
  • Going Under
  • See The Light
  • Open Your Eyes
  • My Eager´s Red
  • Always On My Mind
  • Heavenly Devotion
  • To Please And Give In
  • Hellucinate
  • Crush That Fear

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Musikfreak
gepostet am: 11.01.2010

User-Wertung:
5 Punkte

Das Riff von Hero erinnert stark an Maniac Dance von Stratovarius,nur simpler und auch sonst wird trotz Personalwechsel an der Klampfe,für meinen Geschmack immer noch zu viel von anderen Bands abgekupfert.Alles in allem sucht diese Band anscheinend immer noch verzweifelt nach ihrem eigenen Stil,nur in einer anderen Himmelsrichtung.Nicht wirklich aufregend,aber wenigstens nicht mehr ganz so altmodisch.
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