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Stormwarrior: Heading Northe (Review)

Artist:

Stormwarrior

Stormwarrior: Heading Northe
Album:

Heading Northe

Medium: CD
Stil:

Power Metal

Label: Dockyard 1
Spieldauer: 45:16
Erschienen: 29.02.2008
Website: [Link]

Mir waren STORMWARRIOR bisher nur durch ihre Festivalauftritte mit Kai Hansen und dem zugehörigen HELLOWEEN-Klassiker-Programm ein Begriff. Vielleicht ist dies gleichzeitig so etwas wie Fluch und Segen für die Hamburger: Einerseits müssen sie wohl damit leben, dass immer wieder „Walls Of Jericho“ als Vergleich herangezogen wird, andererseits bieten sie tatsächlich genau für jene Fans, die sich immer noch wehmütig an das HELLOWEEN-Debüt erinnern, die absolute Vollbedienung. Es gibt die typischen zweistimmigen Gitarren und Speedparts zu hören, und auch der Bass kann sich immer wieder mit tollen melodischen Läufen abheben, ganz in der Tradition eines Markus Großkopf.

Musikalisch folgt man also eindeutig dem von Kai Hansen vorgezeichneten Weg. Dabei beschränken sich die Einflüsse jedoch nicht nur auf dessen Frühwerke, einige Songs (wie z.B. „Ragnarök“) könnten durchaus auch auf jüngeren Veröffentlichungen von GAMMA RAY stehen. Auch der Gesang orientiert sich am Vorbild und liegt irgendwo zwischen dessen ersten und heutigen Gesangsleistungen. Soll heißen, Lars Ramcke singt zwar etwas mehr und kreischt nicht ganz so arg (auch die Kopfstimme wird nicht verwendet), klingt aber gleichzeitig ähnlich fies und räudig wie Kai Hansen zu Zeiten der Debüt-EP von HELLOWEEN.

Mit dem schnellen Titeltrack hat man einen tollen Opener gewählt, der ein wenig das Flair eines „Riding The Storm” (RUNNING WILD) versprüht. Die folgenden Songs setzen noch stärker auf melodische, hymnische Refrains, wobei allerdings auch die etwas eingeschränkten Möglichkeiten des Gesangs deutlich werden. So könnte man sich beispielsweise in „The Holy Cross“ eine schöne Steigerung vorstellen, anstatt den Refrain immer wieder gleich zu wiederholen. Dies gibt der Stimmumfang aber wohl nicht her.

STORMWARRIOR beschäftigen sich durchgehend mit der nordischen Mythologie, auch Cover und Songtitel lassen eher eine Viking-Metal-Band vermuten, was sich aber musikalisch leider kaum bemerkbar macht, abgesehen von vereinzelt eingesetzten Männerchören. Diese Kombination aus True/Power Metal und Wikingertexten haben REBELLION auf ihren letzten beiden Alben deutlich treffender umgesetzt. Lediglich das episch stampfende „The Revenge Of Asa Lande” lässt die passende Atmosphäre aufkommen und klingt gleichzeitig deutlich eigenständiger, warum nicht mehr davon?

Im Verlauf des Albums wird deutlich, dass sich viele Songs und Melodien recht ähnlich sind, wobei das rasante und mitreißende „Remember The Oathe” deutlich herausragt. Zum Finale kommt endlich noch einmal die den Texten entsprechende Stimmung auf. Nach der mit einem bombastischen Refrain versehenen Schlachthymne „Into The Battle” und dem abschließenden, atmosphärischen Outro, das dezent an BATHORY erinnert, hätte man sich aber irgendwie noch einen richtigen Kracher gewünscht.

FAZIT: Obwohl man selten das Gefühl hat, etwas wirklich Aufregendes oder Besonderes zu hören, macht „Heading Northe” wirklich Spaß. Wer damit leben kann, dass einem vieles irgendwie bereits bekannt vorkommt (oder wer genau diesen Stil bevorzugt), wird sicherlich nichts falsch machen und kann bedenkenlos zugreifen. Ich persönlich hätte mir mehr wirklich herausragende oder eigenständige Songs wie „Remember The Oathe“ oder „The Revenge Of Asa Lande“ gewünscht.

Daniel Fischer (Info) (Review 4825x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • And The Horde Calleth For Oden
  • Heading Northe
  • Metal Legacy
  • The Holy Cross
  • Iron Gods
  • Ragnarök
  • The Revenge Of Asa Lande
  • Remember The Oathe
  • Lion Of The Northe
  • Into The Battle
  • And The Valkyries Ride

Besetzung:

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