Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

The Lamp Of Thoth: Cauldron Of Witchery (Review)

Artist:

The Lamp Of Thoth

The Lamp Of Thoth: Cauldron Of Witchery
Album:

Cauldron Of Witchery

Medium: CD
Stil:

Doom Metal

Label: Eyes Like Snow/Northern Silence Productions
Spieldauer: 24:39
Erschienen: 04.04.2008
Website: [Link]

Nachdem die erste EP bzw. Maxi (vorher gab es noch ein 6-Track-Demo) von THE LAMP OF THOTH im letzten Jahr nur als auf 500 Stück limitiertes Vinyl von The Miskatonic Foundation aufgelegt wurde, dürfen jetzt dank Eyes Like Snow also auch die Leute aus dem "Hexenkessel" kosten, die sich nicht (mehr) der Nadel bedienen können. Wir haben es hier also mit bisher absolutem Insider- und Undergroundstoff zu tun, und wer das kultige Label von SOLSTICE-Kopf Rich Walker kennt, weiß auch, nach welcher Rezeptur das Trio aus Keighley in Nordengland in etwa sein Gebräu anrührt. Man kann es aber auch noch deutlicher machen, indem man sich einfach der bandeigenen Beschreibung bedient: "We want to doom the doomiest doom that doom can doom!"

Benannt nach einem esoterischen Geheimkult bzw. einer schwarz-magischen Sekte, die sich im 19. Jahrhundert in der heimatlichen Moorlandschaft der Band herumgetrieben hat, geht es das Dreigestirn unter seinen Pseudonymen angemessen geheimnisvoll und in den Texten okkultisch an, lässt aber auch unschwer erkennen, dass man sich nicht allzu verkniffen ernst nimmt.
So erweist sich das Album bei der Eröffnung als gar nicht so düster und schleppend wie erwartet, sondern eher fließend und mit treibenden Gitarrenriffs. Die namensgebende Bandhymne entwickelt sich im knackig trockenen Klang schnell zu einem hypnotischen Hit, der auch viel Seele des NWOBHM in sich trägt. Der einnehmende, leicht raue Gesang von Basser `The Overtly Melancholic Lord Strange´ und der rituell tänzelnde Rhythmus lassen sich schon bald nur noch schwer abschütteln.
Den klassischen Doom der frühen BLACK SABBATH-Schule bekommt man dann aber doch bereits mit "Sunshine" gereicht, bei dem die bedrohliche Langsamkeit ihre Wirkung nicht verfehlt, bis nach einem öffnenden `allright now´ das Tempo gegen Ende überraschend doch noch mal angezogen wird. So hält man bei dieser oft vorschnell als eintönig verschrieenen Stilart die Spannung hoch.
Und das gelingt erst recht bei der Umsetzung des CIRITH UNGOL-Klassikers "Frost & Fire". Mächtig runtergedrosselt ist der Song anfangs kaum erkennbar und erfährt hier die bandeigene Note der Briten, die aus dem ehemaligen Obskur-Metal-Track einen coolen Dröhner gemacht haben. Fett.
Der Sound der beiden zusätzlich auf die CD-Version gepackten Livetracks ist dann zwar nicht sonderlich berauschend, zu der fast punkigen Nummer "Blood On Satan´s Claw" und den dort gröhligen Schimpftiraden gegen die `Motherfucking Whore´ passt er aber andererseits doch recht gut. Durch die musikalische Umsetzung des britischen Horrorfilmklassikers (deutscher Titel: "In den Krallen des Hexenjägers") wird hier auch die thematische Intention der Band nochmals deutlich; ebenso wie dabei der Bezug zu einer Band wie WITCHFINDER GENERAL weiter geschürt wird, derart Aura bei THE LAMP OF THOTH sowieso unentwegt durchscheint.
Das stockend-rhythmische "Into The Lair Of The Gorgon", bei dem neben dem schräg-schaurigen Gesang eine astreine Metal-Gitarre von Randy Reaper im Mittelpunkt steht, die dann noch ein kurzes, unspezifisches Solo raushaut, ist dann mindestens ebenso knarzig und zeigt die Band nochmals von ihrer ruppigen Seite.

Die CD gibt es direkt beim Label in der Normalversion oder in der limitierten, handnummerierten Die Hard-Edition in 200er Auflage mit T-Shirt, Patch und persönlichem Zertifikat.

FAZIT: Ein brodelnder Appetizer für den ersten Longplayer "Omens, Portents And Dooms", den die Band in Kürze angehen wird. Und für den kann man im stilgerechten Regal schon mal Platz machen zwischen den Schmuckstücken von WARNING, PAGAN ALTAR oder den thematisch ähnlich gelagerten HOUR OF 13, um nur einige Mitstreiter der aktuell so aktiven Doom-Szene zu nennen.

Lars Schuckar (Info) (Review 4317x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • The Lamp Of Thoth
  • Sunshine
  • Frost & Fire
  • Blood On Satan´s Claw (live)
  • Into The Lair Of The Gorgon (live)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vierunddreißig minus zweiundzwanzig sind?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!