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Andeavor: Once Upon A Time - 10th anniversary edition (Review)

Artist:

Andeavor

Andeavor: Once Upon A Time - 10th anniversary edition
Album:

Once Upon A Time - 10th anniversary edition

Medium: CD
Stil:

Progressive Metal

Label: PMM Records
Spieldauer: 71:33
Erschienen: 23.10.2009
Website: [Link]

Schön zu wissen, dass die Band DAMIEN STEELE nichts mit dem gleichnamigen Wrestler zu tun hat. Wohl aber mit ANDEAVOR, als deren Keimzelle die Gruppe um Steve Matusik gilt. Bereits 1982 gegründet tourten DAMIEN STEELE – vornehmlich mit gecoverten Songs - durch Erie, Pennsylvania (und die weite Umgebung), kassierten lokale Preise, zeichneten sich durch zahlreiche Besetzungswechsel aus und ließen sich als Bindeglied zwischen QUEENSRYCHE und FATES WARNING feiern. An Fassbarem kam außer einer Demo-EP auf Kassette (1991) nichts heraus, erst 2005 veröffentlichten DAMIEN STEELE ein reguläres Album. Im breiten Musikerumfeld hatte Matusik Doug Peck kennen gelernt, der DAMIEN STEELE sehr schätzte, und Matusiks musikalische Präferenzen nicht nur teilte, sondern auch in der Lage schien, sie gemeinsam umzusetzen. Keine einfache Aufgabe, gebührte das Interesse Matusiks doch neben QUEENSRYCHE und FATES WARNING auch DREAM THEATER und vor allem RUSH. MIT PMM-Labelchef Chris Rodler (selbst umtriebiger Musiker und Mitglied von LEGER DE MAIN, RAZOR WIRE SHRINE und mit Matusik zusammen MYTHOLOGIC), so wie Schlagzeuger Steven Starvaggi stiegen zwei fähige Mitstreiter an Bord, die das anspruchsvolle Konzept mittrugen.

So findet sich auf „Once Upon Time“ Progressiver Metal im Geiste RUSHs, ohne die Kanadier plump zu kopieren. Schmissige Melodien, komplex und gleichzeitig kompakt, nicht allzu brutal und vor allem nicht zum technokratischen Overkill ausartend, zeichnen „Once Upon A Time“ aus.
Ursprünglich 1999 veröffentlicht, erscheint passend zum aktuellen Album „The Darkest Tear“ (dessen Songmaterial so neu allerdings auch nicht ist) die „10th anniversary edition“ komplett remixed und remastert. Instrumental und klanglich kann „Once Upon A Time“ durchaus überzeugen. Die Songs haben die nötige Power und Verspieltheit, sind eher im härteren Progressive Rock zu Hause als in abgefahreneren Metal-Bereichen. Lediglich „False Profit“ kommt zu nervös und frickelig rüber, ist aber auch der kürzeste Song im geballten Dutzend. Leider ist Sänger Douglas Peck von Geddy Lee ziemlich weit entfernt, sowohl was seine stimmlichen Fähigkeiten, als auch die Stimmlage angeht. Meist zieht er sich, ohne bemerkenswerte Akzente zu setzen, ganz ordentlich aus der Affäre, aber gelegentlich haut es ihn aus der Tonspur, und er befindet sich irgendwo neben der weit gelungeneren Instrumentalbegleitung. Aber das trübt den positiven Gesamteindruck nur unwesentlich. Als freundliche Alternative zu entspannten DREAM THEATER-Momenten und den progressiv-rockigsten Phasen RUSHs ist „Once Upon A Time“ fast uneingeschränkt empfehlenswert.

FAZIT: Gelungene Wiederaufbereitung eines zu Unrecht kaum bekannten Albums. ANDEAVOR sind so etwas wie der massenkompatibelste Teil der PMM-Familie. So rührig Chris Rodler und seine Labelmates auch sind, zum großen Durchbruch hat es trotz sporadischen Kritikerlobs für keine der PMM-Bands (Damien Steele, Gratto, Leger de Main, Mythologic, Razor Wire Shrine, RH Factor) gereicht.
Obwohl gerade ANDEAVOR das Zeug dafür hätten. Spielen sie doch vielschichtige, nicht allzu harte Musik, gepaart mit durchaus eingängigen Melodien, knapp jenseits des klassischen Single-Formats. Das ist nicht weit entfernt von RUSH, und hätte mit etwas mehr Konzentration und einem Sänger, der seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, in weit höhere Sphären führen können.
Fortsetzung folgt... in der Besprechung zu „The Darkest Tear“

Jochen König (Info) (Review 2835x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Tracklist:
  • Deja Vu
  • Spotlight
  • Heaven's Gate
  • One More Day
  • Jigsaw
  • Crimson Tears
  • Face Paint
  • The Long Walk
  • Anybody's Guess
  • False Profit
  • House of Rags
  • Migraine

Besetzung:

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