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Julian Sas: Wandering Between Worlds (Review)

Artist:

Julian Sas

Julian Sas: Wandering Between Worlds
Album:

Wandering Between Worlds

Medium: CD
Stil:

Blues Rock

Label: CoraZong Records
Spieldauer: CD 115:08 / Bonus-CD 22:36
Erschienen: 02.03.2009
Website: [Link]

Die Zeiten, als man JULIAN SAS zu den „jungen Wilden” der Blues-Rock-Szene rechnen durfte, sind schon seit längerem vorbei. Der sympathische Niederländer, der in wenigen Tagen seinen 40. Geburtstag feiern wird, gehört mittlerweile zu den Arrivierten im Genre. Fraglos ein überaus talentierter Flitzefinger – allerdings mit Hang zum selbstverliebten „Frickeln“. Wer kann, der kann halt, scheint er sich zu sagen…
Zwei Gitarristen haben JULIAN SAS unzweifelhaft geprägt: JIMI HENDRIX und ALVIN LEE (T.Y.A.) .… vielleicht kann man noch ROB TOGNONI hinzufügen. Von Hendrix bringt er die Härte und Experimentierfreude mit, Alvin Lee hat die Kompositionen beeinflusst und Tognoni den gnadenlosen Boogie hinterlassen, den JULIAN SAS fast ebenso knallig ’rüberzubringen versteht.

Aufgenommen wurde „Wandering Between Worlds“ in einem Blues-Club der europäischen Champions League: Am 26. September 2008 in der „Boerderij“ in Zoetermeer - ein Heimspiel also für das Trio. Neben Sas war dessen langjähriger Bassist Tenny Tahamata und Rob „Das Biest“ Heinje am Schlagzeug zugange. Der Sound ist großartig auf den Tonträger gebannt worden. Man hat das Gefühl, sich mitten im mit 750 Besuchern ausverkauften Musentempel zu befinden.
Mit „Resurrection“ und dem bislang unveröffentlichten, brandneuen „Funky news“ geht’s sogleich bissig zur Sache. Die Band zeigt „Grip“ und „Power“ bei der Arbeit und Julian malträtiert sein „Wah-Wah-Pedal“ in gewohnt unbarmherziger Weise. Sehr stimmungsvoll ist der Slow-Blues „Sailing to the unkown“ und der CANNED HEAT Klassiker „Turpentine moan“ ausgefallen. Mit dem hypnotischen „Burnin’ soul“ ist für mich persönlich der „Peak“ von „Wandering Between Worlds“ erreicht. Von da an zerfasert die Aufnahme etwas und ergeht sich dann auf CD 2 in drei Long-Tracks, die dann doch wieder etwas „frickelig“ geraten sind. Auf der Zielgeraden kommt mit „The devil got my number“ endlich wieder ein mörderischer Zug in die Hütte. Die beiden Zugaben „This time my time“ und vor allem „Boogie all around“ lassen dann nun wirklich keine Wünsche mehr offen.

Dem DVD/CD-Package, von dem mir nur die CD vorliegt, ist noch eine Bonus-CD beigefügt, die eine „Acoustic Session“ wiedergibt. Hier zeigt JULIAN SAS seine Singer/Songwriter-Facetten. Auch wenn er mit „First rays“ einen weiteren neuen Song in einer akustischen Version vorlegt, stellt sich letztendlich die Frage, ob die Zielgruppe mit dieser Scheibe wirklich befriedigt wird. Für echte Fans wohl ein gelungenes Gimmick – für Bluesfreunde eher entbehrlich, wird doch einzig bei „Helpin’ hand“ echter Blues geboten.

FAZIT: Wer noch kein Live-Album von JULIAN SAS sein Eigen nennt, sollte sich die Anschaffung von „Wandering Between Worlds“ überlegen. Das Album deckt ein ordentliches Spektrum seines bisherigen Schaffens ab und bietet zudem noch vier bislang unveröffentlichte Songs. Interessant dürfte dabei vor allem das Package mit der DVD sein. Wer dagegen (fast) alles von Julian besitzt, wird wohl eher wenige "Kicks" finden.

Steve Braun (Info) (Review 4032x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • CD 1:
  • Resurrection
  • Funky News
  • Ain't No Change
  • Sailin' Into The Unknown
  • Turpentine Moan
  • Burnin' Soul
  • The Way It Goes
  • Can't Settle Down
  • -
  • CD 2:
  • Sugarcup Boogie
  • Blues For J
  • I Take What I Want
  • The Devil Got My Number
  • This Time, My Time
  • Boogie All Around
  • -
  • Bonus CD “The Acoustic Session”:
  • First Rays
  • Helpin’ Hand
  • Blues For The Lost & Found
  • That’s Enough For Me
  • Morning Rain

Besetzung:

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