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Lion's Share: Dark Hours (Review)

Artist:

Lion's Share

Lion's Share: Dark Hours
Album:

Dark Hours

Medium: CD
Stil:

Melodic Metal

Label: Blistering Records
Spieldauer: 44:06
Erschienen: 27.03.2009
Website: [Link]

Mehr als ein halbes Jahrzehnt waren sie vom Erdboden verschwunden, als 2007 das fünfte Album “Emotional Coma” erschien. Neuer Sänger, neuer Sound, dämonisches Artwork.
2009 sind LION’S SHARE wieder im Rhythmus. “Dark Hours” versteht sich ganz offenkundig als direkte Fortsetzung zur Vorgängerscheibe. Der dreizackköpfige Dämonenmann mit den Kettenarmen, ein Geschöpf wie aus Clive Barkers Träumen entsprungen, grüßt wieder recht freundlich vom Coverartwork, und obgleich der Pop-Appeal von IRON MAIDENs Maskottchen Eddie noch nicht erreicht wird: Hier soll offenbar eine Marke aufgebaut werden.

Wie um die verlorenen Jahre aufzuholen, steigen die Mannen um Mastermind Lars Chriss auch gleich heftig ein. “Judas Must Die” wettert mit ultrasimplen Riffs gegen die Sanftmut, ohne aber zu unterfordern oder zu langweilen. Das mag auch an der charismatischen Stimme von Patrik Johansson (ASTRAL DOORS, WUTHERING HEIGHTS) liegen, der zwar nach wie vor auf DIO-Pfaden wandert, damit aber nichts anderes tut als die Band selbst, weshalb er sich wunderbar in das große Ganze einschmiegt. Sein kratziges Organ verleiht den wichtigen Stellen Nachdruck und sorgt dafür, dass so manches, was bei anderen Bands eintönig klingen würde, hier zum Headbangen motiviert.

Das massive Tempo wird zwar nicht ganz beibehalten, aber wenn wie in “Heavy Cross To Bear” die atmosphärischen Chöre oder in “The Bottomless Pit” der Groove ausgepackt werden, so tut das der Abwechslung nur gut. Insbesondere, weil der Sound selbst sich nicht sehr abwechslungsreich gestaltet, was an den dominanten (was sonst, wo der Gitarrist zugleich der Bandkopf ist?) Gitarren liegt, die hell knarzen, in Soli zwischendurch mal wiehern wie ein Pferd und dann zur rhythmischen Untermalung quaken wie ein Donald Duck in Rage.

Insgesamt jedoch gelingt ein gutes Gleichgewicht zwischen wildem Geschredder, druckvollem Pressing und kurzen sphärischen Zwischenspielen, manchmal sogar eingängigen, melodisch prägnanten Refrains, wie einer in “Space Scam” zu hören ist.

Veredelt wird die Instrumentarbeit übrigens unter anderem durch Conny Pettersson von ANATA am Schlagzeug und Michael Romeo von SYMPHONY X an der Gitarre.

FAZIT: Obwohl LION’S SHARE auf dem Gesangsposten sehr gut besetzt sind, merkt man der Produktion einmal mehr ihre Fokussiertheit auf die Gitarrenarbeit an. Patrik Johansson spielt erneut die zweite Geige hinter Lars Chriss. So ist auch “Dark Hours” erwartungsgemäß wieder ein gitarrendominiertes Melodic Metal-Album geworden, das ungeachtet seiner zahlreichen Soli sehr riffangetrieben ausfällt. Und das nicht einmal sonderlich komplex oder neuartig. Aber das muss auch gar nicht sein, denn Feuer weiß die Scheibe unter dem Hintern zu entfachen, das steht ganz außer Frage. Man darf sich auf 2011 freuen und den dann mutmaßlich erfolgenden dritten Auftritt von Dreizackkopf mit Kettenarmen. Spätestens dann wird es Zeit für einen Namen... nennen wir ihn Ketti?

Sascha Ganser (Info) (Review 5260x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Judas Must Die
  • Phantom Rider
  • Demon In Your Mind
  • Heavy Cross To Bear
  • The Bottomless Pit
  • Full Metal Jacket
  • The Presidio 27
  • Barker Ranch
  • Napalm Nights
  • Space Scam
  • Behind The Curtain

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Schnaki
gepostet am: 11.04.2009

Senstionelle Metalscheibe!
Sara o' Hara
gepostet am: 22.04.2009

User-Wertung:
2 Punkte

Die ist zimlich schwach, von Sensation kann keine Rede sein. Schon die "Emotional Coma" war ein kleines Grauen.
Lars [musikreviews.de]
gepostet am: 29.04.2009

Selbst wenn man mit der Stilart rein gar nichts anfangen kann (wer hat dich, Sara, gegen deinen Willen in fremdes Terrain geschubst?), ist bei neutraler Einschätzung der künstlerischer Fertigkeiten eine 2-Punkte-Wertung natürlich völlig indiskutabel.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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