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Morrigu: The Niobium Sky (Review)

Artist:

Morrigu

Morrigu: The Niobium Sky
Album:

The Niobium Sky

Medium: CD
Stil:

Melancholischer Metal

Label: Dark Balance
Spieldauer: 44:27
Erschienen: 10.09.2009
Website: [Link]

Selten sitzt man vor einem Album und weiß überhaupt nichts Gescheites darüber zu schreiben - so geschehen beim vorliegenden zweiten der Schweizer (nein, das Synonym mit E werdet ihr in dieser Rezension nicht lesen). MORRIGU hausieren mit dem Eluveitie-Drummer in ihren Reihen und wissen ansonsten mit ihrem melodische wie gedämpfte Stimmungen hervorrufenden Metal zu ... naja, un-beeindrucken.

Dies geschieht vor allem, wenn die Musik zeitgemäßem und an skandinavischen Spielarten ausgerichtetem Metal zwischen Thrash und Death anheimfällt, gleichwohl die Vocals zumeist klagend sauber bleiben. Man fragt sich zwar über die gesamte Spielzeit hinweg, was Herr Binder so zu lamentieren hat, doch die Emo-Keule kann im Schrank bleiben. (Gleichge-)Tue Madsen sorgt im Verbund mit Disillusions Vurtox für eine relativ moderne wie natürliche klangliche Inszenierung des per se nicht weit von Mittneunziger-Bands entfernten Materials, das man hilflos Gothic Metal nennen, mit späten Sentenced und Anathema ohne visionäre Kraft vergleichen könnte und dennoch falsch läge.

Manche Melodien der agilen Gitarristen verzücken beinahe und lassen den Hörer versonnen im Takt mitwiegen. Keyboards sind erlaubt und kommen flächendenkend besonders effektiv im mittig gestellten Instrumental "At the Gathering of Stars" zum Tragen. Fast ist man zu Vokabeln wie "floydig" oder "episch" geneigt, nur dass MORRIGU derartigen Klischees gerade dann ausweichen, wenn man meint, sie würden voll in die Fettnäpfe treten. Zwischen Grunz-Clean-Wechselspielen und moderat schnellem Eins-Zwei-Hoppeln ("The Great Finding" und gerne auch mit Weibchen bei "The Day After") sowie traditionsmetallischen Harmoniegitarren und Sprachfetzen (nicht nur im Intro oder während "The Great Access") sitzen MORRIGU relativ bequem den Erfolg aus, denn so unauffällig sie sind, kann man ihnen entweder Beliebigkeit unterstellen oder sie als No-Bullshit-just-Music-Band preisen. Gewiss steht ihnen das zuletzt Genannte eher im Sinn, wozu sie in Zukunft nur noch an der Unterscheidbarkeit ihrer Tracks (die Ausrichtung verlangt nach großen Refrains) arbeiten sollten. Die stärker im Death Metal verwurzelten Insomnium sind vergleichbar und definitiv die bessere Wahl.

FAZIT: Wer sich ein dezent geupdatetes Düstermetal-Stück im Geiste des letzten Jahrzehntes vorstellen kann (Sound sowie die einstweiligen und standardisierten Aggro-Vocals), ist mit MORRIGU gut beraten. Dem Rezensenten fährt die Band aber zu strikt auf dem Mittelstreifen (Lies: sie spielt wenig fordernden Durchschnitt ohne bestimmte Aussage). Stellt sich nur noch die Frage angesichts der Songtitel: Ist's ein Konzeptalbum über den bestimmten Artikel im Englischen?

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3421x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Last Embrace
  • Black Dust
  • Against the Sun
  • The Niobium Sky
  • Wallow in the Past
  • The Heritage of Mankind
  • At the Gathering of Stars
  • The Great Finding
  • The Great Access
  • Under the Sun
  • The Day After
  • The Golden Sphere
  • Pristine Dream

Besetzung:

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