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Steve Vai: Where the Wild Things Are (DVD) (Review)

Artist:

Steve Vai

Steve Vai: Where the Wild Things Are (DVD)
Album:

Where the Wild Things Are (DVD)

Medium: DVD
Stil:

Progressive / Fusion / Gitarrenheld

Label: Favored Nations
Spieldauer: 220:00
Erschienen: 18.09.2009
Website: [Link]

In Zeiten von MySpace-Selbstdarstellern und im Studio getürkten Superlativen mag STEVE VAI oberflächlich gesehen etwas von seinem schillernden Image eingebüßt haben, falls man ihn nicht ohnehin von vornherein verschmäht hat (Igitt, der beherrscht sein Handwerk). Dennoch und nach wie vor: Der "Nur für Mucker"-Vorwurf gilt angesichts solcher Großtaten wie "Sex & Religion" nicht. VAI bot seit jeher den perfekten Spagat aus Experiment und Eingängigkeit. Heute ist das mehr denn je so. Bei aller Virtuosität ist seine Musik stets zweckgerichtet. Zunehmend rar hat der Meister sich gemacht und wohl minimal an Popularität eingebüßt (Stichwort Inflationäre Epigonen), nicht aber an Qualität - und live war er aktiver denn je.

Damit einher geht die Substanz. VAI greift auf einen ungeheuren musikgeschichtlichen Background zurück, der weit über den Rock-Fundus hinausgeht. Wo rohe Kräfte sinnlos shredden, lässt der Meister auf dieser DVD ein wenig Mahavishnu-Flair aufkommen, indem er Jazzrock mit Streichinstrumenten mischt. Das Medium ist bestens für diesen Künstler geeignet, der sich nie im Schlabberlook die Klampfe unter die Achselhöhlen klemmen würde. Wenn Akrobatik, dann richtig (Leider nicht mit an Bord: Unisono-Partner Billy Sheehan am Bass und Gitarren-Piano-Meister Tony MacAlpine), und das immer im feinen Zwirn. Drummer Colson mischt optisch kräftig mit, was "Where the Wild Things Are" hinsichtlich des Unterhaltungsfaktors eindeutig über Andy Timmons' DVD (Beim gleichen Label) hinaushebt.

Den musikalischen Inhalt weiterhin zu erläutern, erübrigt sich. Kenner streiten sich und monieren eventuell wie der Rezensent das Fehlen der kompakten Geschosse mit Gesang aus den frühen Neunzigern. Nicht-Kenner tauchen mit dieser Veröffentlichung vor allem in die jüngere VAI-Schaffensphase ein, die ihn mit seiner Orchester-Koketterie kürzlich einmal mehr an den Rand der unverkrampften Avantgarde gehoben hat. Wäre übrigens mal wieder Zeit für ein Songalbum ...

Die wichtigsten Eckdaten am Ende: 5.1 Sound, Audiokommentar zum Geschehen(sehr unterhaltsam), informative Interviews sowie ein wenig Werbung in eigener (Endorsement-)Sache: das "Jemini Distortion Pedal" bekommt ein eigenes Feature. Trotzdem und ja, es wurde bereits erwähnt: STEVE VAI macht nicht nur Muckermucke.

FAZIT: Nicht nur für VAI-Fans empfehlenswert: Diese DVD begeistert durch unterhaltsame Performance, allerhöchstes spielerisches Niveau, innovative Musik und die entsprechende mediale Inszensierung. Ehre, wem sie gebührt - STEVE VAI gehört wohl zu den fünf wichtigsten Gitarristen der letzten zwei bis drei Jahrzehnte ... Zum Schluss also doch ein Superlativ.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 4217x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Paint Me Your Face
  • Now We Run
  • Oooo
  • Building The Church
  • Tender Surrender
  • Band Intros
  • Fire Wall
  • The Crying Machine
  • Shove The Sun Aside
  • I'm Becoming
  • Die To Live
  • Freak Show Excess
  • Apples In Paradise
  • All About Eve
  • Gary 7
  • Beastly Rap
  • Treasure Island
  • Angel Food
  • Earthquake Sky
  • Disc 2
  • The Audience Is Listening
  • The Murder
  • Juice
  • Whispering A Prayer
  • Taurus Bulba
  • Liberty
  • Answers
  • For The Love Of God
  • Band Interviews & Behind the scenes
  • Jemini Distortion Demonstration

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Dr. O. [musikreviews.de]
gepostet am: 22.10.2009

Eine Vorschau findet sich hier:
http://www.youtube.com/watch?v=aiXR9ggRdFI&hl=de
OK, war ein Scherz...
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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