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Evoken/Beneath The Frozen Soil: Split (Review)

Artist:

Evoken/Beneath The Frozen Soil

Evoken/Beneath The Frozen Soil: Split
Album:

Split

Medium: CD
Stil:

Doom

Label: I Hate Records
Spieldauer: 64:08
Erschienen: 01.11.2010
Website: [Link]

Bei Split-Veröffentlichungen steht ja meist eine Band im schlechteren Licht da, aber auf dem EVOKEN/BENEATH THE FROZEN SOIL-Release des schwedischen Qualitätslabels I Hate passt die Bandzusammenstellung mal wie Arsch auf Eimer.

Die ersten vier Songs gehen auf die Kappe der Amis EVOKEN, einem seit 1994 aktiven Sextett, das schon mit den ersten todtraurigen Tönen auf der Gitarre, die dezent mit Keyboards untermalt werden, in tiefste Depression stürzt, um sich dort ausgiebig zu suhlen. Der Opener hat schon einige Jahre auf dem Buckel und stammt von einem alten Demo, wurde jetzt aber neu aufgenommen. „Gut Ding will Weile haben“, spricht der Volksmund und EVOKEN nehmen sich den Rat zu Herzen und bleiben bei keinem Song diesseits der 7-Minuten Marke. Trotz genretypischer Neigung zu Riff-Wiederholungen verbleibt in dieser Funeral Doom-Zeremonie ein ausreichendes Maß an Abwechslung durch geschickte Gitarrenvariationen und Tasteninstrument-generierte Klangteppiche, die den Gesanglinien in die tiefste Gruft folgen und EVOKEN in einigen Passagen nahezu episch wirken lassen.

Wer die EVOKEN-Depression überstanden hat, sollte flugs die CD umdrehen und sich mit den Schweden BENEATH THE FROZEN SOIL auf der Flipside beschäftigen, die sich ja zumindest vom Namen her perfekt der momentanen Großwetterlage anpassen. Nach geschätzt 20 Durchläufen wächst das Quartett unvermindert weiter und stellt vielleicht EVOKEN durch einen zusätzlichen Hauch von Heavyness in den Schatten. Eingängig kann auch BENEATH THE FROZEN SOIL natürlich nicht genannt werden, sie sind aber im direkten Vergleich schnörkelloser und inhaltlich negativer, wobei gerade die Gesangsleistung variabler gehalten ist und zwischen Flüstern, gesprochenen Zeilen und heiseren Gesangspassagen pendelt. Gelegentlich kommen im Punkte Gesamtwirkung Erinnerungen an WINTER oder CATHEDRAL zu seligen „Forest Of Equilibrium“-Zeiten auf und machen BENEATH THE FROZEN SOIL zu einer der Doom-Entdeckungen des Jahres.

FAZIT:
As far as I can see, no life.
As far I can hear, no sound.
Mit diesen Zeilen eröffnen BENEATH THE FROZEN SOIL „Ironlung“ und fassen so perfekt die Stimmung des Albums zusammen. 'nuff said.

Dr. O. (Info) (Review 3879x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Omniscient (Evoken)
  • The Pleistocene Epoch (Evoken)
  • Vestigial Fears (Evoken
  • Into the Primal Shrine (Evoken)
  • Ironlung (Beneath the Frozen Soil)
  • Monotone Black I (Beneath the Frozen Soil)
  • Monotone Black II (Beneath the Frozen Soil)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Split (2010) - 12/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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