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KMFDM: Krieg (Review)

Artist:

KMFDM

KMFDM: Krieg
Album:

Krieg

Medium: CD
Stil:

Industrial Rock

Label: Danse Macabre
Spieldauer: 56:13
Erschienen: 19.02.2010
Website: [Link]

Remix-Alben und -EPs haben bei der deutsch-amerikanischen Industrial Rock-Legende KMFDM eine lange Tradition. So auch bei den letzten beiden Alben, die Songs von "Hau Ruck" wurden auf "Ruck Zuck" neu bearbeitet, das Geschwisterchen von "Tohuvabohu" hieß "Brimborium". Dass das Remixalbum von "Blitz" nun also "Krieg" heißen würde, liegt nahe - wobei "Donner" sicherlich auch in der engeren Namensauswahl war. Doch da Namen ja bekanntermaßen Schall und Rauch sind, kommen wir also nun zur Musik.

Käpt'n K., wie der Bandleader Sascha Konietzko genannt wird, hat sich für "Krieg" eine neue Herangehensweise ausgedacht. Statt selber bei Freunden und Bekannten aus dem Musikbusiness nach Remixen zu fragen, wurde mit Chris Kniker ein Produzent installiert, der die Aufgabe hatte, ein möglichst außergewöhnliche und illustre Schar von Remixern ausfindig zu machen. Dies hat er mit Bravour durchgeführt, denn "Krieg" ist nicht nur musikalisch enorm abwechslungsreich geworden, sondern ist auch qualitativ absolut hochwertig. Das Geheimnis eines guten Remixes liegt ja bekanntlich darin, die Essenz eines Songs herauszufiltern und mit dieser dann den Song zu seinem eigenen zu machen, ihm seinen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken.

So hört man recht schnell, dass der "All 4 One Mix" von "Bait & Switch" von COMBICHRIST stammt, diese Art von Dicke Hose-Electro kann niemand so gut wie Andy LaPlegua. EIn ebenfalls voll clubtaugliches Electromonster ist KOMOR KOMMANDOs "Confessional Mix" von "Never Say Never", kaum jemand baut so impressive Bass-Figuren wie Sebastian R. Komor. Koichi Fukuda von nahm sich "People Of The Lie" vor, sein "Requiem Mix" des Songs ist eine Alternative Rock-Pianoballade geworden, die das Hitniveau von LINKIN PARK erreicht. Laszives 70er-Disco-Feeling verbreitet der "Disco Balls Mix" von "Strut", den der bandeigene Andy Selway gebaut hat. PRONG verpassten "Bait & Switch" im "Sacred Cow"-Mix eine Metal-Injektion und spielten dafür zusätzliche Gitarren, Bass und Drums ein und auch "Never Say Never" wurde von Ivan de Prume (ex-WHITE ZOMBIE) im "Naughty Habit Mix" zusätzlich mit schwer riffenden Gitarren aufgemotzt. Unerwartet leicht und luftig ist der "Candy Apple Mix" des gleichen Songs in der Version des SKINNY PUPPY-Produzenten Dave Ogilvie ausgefallen. Außerdem verrichteten Chris Vrenna (ex-NINE INCH NAILS), ASSEMBLAGE 23, VILE EVILS (die aus ex-POP WILL EAT ITSELF-Musikern bestehen), SEISMOLOGIST und Mary Byker (ex-GAYE BYKERS ON ACID) gute Arbeit.

FAZIT: "Krieg" gehört in die CD-Regale von KMFDM-Fans, Anhängern der beteiligten Acts, Freunden gut gemachter Remix-Alben und eigentlich auch von jedem, der Industrial Rock in all seinen Facetten liebt. Dem eh schon verdammt starken Material von "Blitz" wird mit "Krieg" die verdiente Sahnehaube aufgesetzt. Edel!

Andreas Schulz (Info) (Review 4654x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Bait & Switch (All 4 One Mix)
  • Strut (Disco Balls Mix)
  • Potz Blitz! (Harmonic Tremors Mix)
  • Bait & Switch (Sacred Cow Mix)
  • Never Say Never (Naughty Habit Mix)
  • People Of The Lie (Requiem Mix)
  • Bitches (Pop Will Eat This Mix)
  • Never Say Never (Confessional Mix)
  • People Of The Lie (Crooked Illusion Mix)
  • Davai (Cyrillic Mix)
  • Never Say Never (Candy Apple Mix)
  • Davai (Bloody Fog Mix)

Besetzung:

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  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 23.02.2010

Ich bin kein Fan von Remixalben. Das funktioniert bei mir nur mit einzelnen Songs.
Völlig egal, wie gut die Vorlage - wie in diesem Fall - ist.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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