Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Nilla Nielsen: Higher Ground (Review)

Artist:

Nilla Nielsen

Nilla Nielsen: Higher Ground
Album:

Higher Ground

Medium: CD
Stil:

Singer-Songwriter

Label: Proper / Rough Trade
Spieldauer: 40:43
Erschienen: 11.10.2010
Website: [Link]

Traditionellen Sängerinnenstoff bietet NILLA NIELSEN eingangs feil, doch "Salt" pluckert synthetisch warm und mit sehnsuchtsvollem Refrain über den Abtastlaser und zurück zum zuversichtlich und mit Akustikgitarre vorgetragenen "Head Over Heels": Mangel an Abwechslung kann man der Künstlerin nicht vorwerfen, selbst wenn "Higher Ground" im weiteren Verlauf homogener wird.

Erst "My Universe" stellt NIELSENs Wave-Einflüsse wieder zur Schau, wobei das Instrumentarium nicht mehr aus dem Soundprozessor stammt. Als gewöhnlicher darf man die folgenden Stücke bezeichnen, im Falle von "Good Feeling" und vor allem "Snow Leopard" mit seinem Streicherschmelz auch von vitalem Akustik-Indie sprechen und "Hymn For Orangutan" fürwahr ein nettes Wiegenlied nennen. Eingedenk dessen befremdet die Promomasche, die eine Wildfang-Story um die Protagonistin strickt. Vom Vamp ist auf "Higher Ground" nämlich wenig zu spüren; vielmehr deckt NILLA NIELSEN gängige Gefühlswelten auf entsprechend beliebige Weise ab, ohne zu dringlich in eine Richtung zu ziehen.

Nicht zuletzt durch die selstsame Dynamik der Scheibe - man erwartet nach den ersten beiden Tracks durchweg griffige Refrains und besonders stilistisch mehr Vielfalt - wird man mit zunehmender Spielzeit enttäuscht. Hooks gehen Frau NIELSEN am Ende ab, und symptomatisch für diese verhältnismäßige Ideenlosigkeit gilt der letzte Song "I Don't Know How To Love Anymore": sie nur solo mit Klampfe, wie man es schon unzählige Male anderswo vernommen hat.

FAZIT: NILLA NIELSEN ist mit "Higher Ground" eine Dienstleisterplatte gelungen, die interessant startet und als konventionelle Nabelschau zwischen Independent, Folk und Pop (was im Grunde dreimal das Gleiche bedeutet) versandet. Man hätte sich mehr Mut, Ausdruck und Originalität - gerade beim Formulieren textlicher wie musikalischer Phrasen - nach spätestens der Hälfte der Songs gewünscht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2790x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Then You Said I Made You Feel Unfaithful
  • Salt
  • Head Over Heels
  • Higher Ground
  • The UFO Song (The Guinea Pig Song)
  • Man From The North
  • My Universe
  • Good Feeling
  • Snow Leopard
  • Guard Down
  • Hymn For Orangutan (Lullaby For The Wounded)
  • I Don´t Know How To Fall In Love Anymore

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!