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Saint To Sinner: The Unveiling (Review)

Artist:

Saint To Sinner

Saint To Sinner: The Unveiling
Album:

The Unveiling

Medium: CD
Stil:

Moderner Rock / Metal

Label: Eigenvertrieb /Copro
Spieldauer: 21:33
Erschienen: 04.08.2009
Website: [Link]

Von Rhode Island aus suchen uns SAINT TO SINNER mit angeblichem Melodic Rock heim. Dieser ist jedoch eher riffig-zeitgenössisch ausgefallen und steht EVANESCENCE oder FLYLEAF recht nahe, was auch für das Auftreten der jungen Musiker gilt.

"Corporate Generation" spricht im Text eben jene post-X-Menschen an, die in Amerika zwischen orientierungsloser Dekandenz und Borderline-Emotionalität schwanken. Die musikalische Gestaltung übernimmt dabei vor allem Sängerin Villegas, deren Songwriting-Parnter Bova im Gegenzug keine ansprechende Stimme besitzt; seine Einwürfe kommen verzerrt und sind eigentlich verzichtbar, weil sie dem Sound von SAINT TO SINNER einen stärkeren Nu-Metal-Drall als nötig geben. Dies mag ebenfalls am geistlosen Gitarrenspiel des Knaben liegen, doch auch die Frontfrau begeistert im Folgestück nicht eben mit ihrem Sprechgesang vor uninspiriertem Stakkato-Geschiebe. Der kolportierte melodische Rock stellt sich spätestens mit dem Doublebass-Groove-Ei "Anti-Corporate" als Trugschluss heraus. Die Melodien spielen sich bestenfalls im Gesangsbereich ab und wurden relativ inspirationsfrei inszeniert. Die Produktion hat man einer Generalüberholung unterzogen, da SAINT TO SINNER mittlerweile über Copro offiziell vertrieben werden. In jedem Falle spricht die Soloarbeit ihres Gitarristen weder für harmonisches Feingefühl noch ein klassisches Verständnis von dem, was die Gruppe als ihr Genre ansieht. Der Mix der Chose tönt immer noch pappig, gerade im Schlagzeugbereich, und die Gitarre brät gewohnt wärmefrei wie direkt ins Pult gestöpselt.

"Vindictive" versteigt sich in Neo-Thrash mit aufgesetzten Shouts - nun auch von Villegas selbst. Der Speed-Part reißt viertelwegs mit, lässt sich jedoch durch einstweilige Hüpf-Animationen relativieren. Europäische Ohren sind womöglich zu verwöhnt, oder die in den Texten zur Debatte gestellten Gedanken sind hiesigen Hörern zu plump auf "angry youth" gebürstet; ohne Zweifel besteht bei SAINT TO SINNER jedoch in liedschreiberischer und spielerischer Hinsicht ein Mangel an Kreativität, weshalb man nicht in die guten Kritiken aus Übersee einstimmen möchte. Von den Hits der Vorbilder sowie deren larger-than-life-Produktionen ist diese Gruppe meilenweit entfernt.

FAZIT: SAINT TO SINNER spielen als gerade eben okay durchgehenden Riff-Metal mit wenig melodischer Sensibilität und einer schwachbrüstigen Produktion durchweg langweiliger Kompositionen. Für manchen Fan mag es reichen, dass eine aufbegehrende Dame am Mikrofon steht; das Wichtigste - die Musik selbst im Gesamtbild - klingt indes noch nicht stimmig.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3807x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
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Tracklist:
  • Fallen Generation
  • Careless
  • Anti-Corporate
  • Vindictive
  • Tampere

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  • keine Interviews
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