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Sonic Syndicate: We Rule The Night (Review)

Artist:

Sonic Syndicate

Sonic Syndicate: We Rule The Night
Album:

We Rule The Night

Medium: CD
Stil:

Pop mit harten Gitarren

Label: Nuclear Blast GmbH
Spieldauer: 40:24
Erschienen: 27.08.2010
Website: [Link]

Die schwedischen Senkrechtstarter SONIC SYNDICATE sind mit ihrem insgesamt vierten Album "We Rule The Night" endlich angekommen: im Niemandsland der seelenlosen Popmusik. Was sich mit der Vorab-EP "Rebellion" bereits andeutete, wird nun vollends vollzogen, nämlich die beinahe komplette Abkehr von modernem Metal mit Wurzeln im Melodic Death Metal, hin zu eingängigem, radiotauglichen Rock, der kaum noch Ecken und Kanten aufweist.

Daran ändert weder die Tatsache, dass Neu-Sänger Nathan J. Biggs hin und wieder noch ein paar Screams ablässt, noch der Einsatz von relativ harten Gitarren etwas, denn die Songs an sich sind so dermaßen auf Mainstream gestriegelt, dass man wirklich kaum noch von echtem Metal sprechen kann. Kaum ein Song durchbricht die Schallmauer von dreieinhalb Minuten und es wimmelt nur so von eingängigen Refrains, zeitgemäßen Keyboard-Sounds, die über weite Strecken sehr dominant sind und harmonischen Gesangslinien, die in jeder Rock-Disco auf Wohlwollen stoßen und durchaus auch die Chance auf Radio-Airplay haben. Das trifft besonders auf die eher balladesken Nummern "My Own Life" und "Miles Apart" zu und letzteres ist der absolute Tiefpunkt des Albums und in seiner Glätte beinahe unerträglich.

Zugute halten kann man, dass der Pop-Faktor im letzten Drittel des Albums ein wenig nachlässt. So ist "Plans Are For People" eine recht erwachsene Nummer und "Leave Me Alone" geht mit seiner Melancholie ebenfalls durchaus in Ordnung. "Break Of Day" gehört zu den härtesten Songs des Albums und hier schimmern die Ursprünge der Band in Ansätzen durch. Objektiv muss man auch dem Opener "Beauty And The Freak" mit seinem guten Refrain, dem Ohrwurm "Burn This City" oder Songs wie "Revolution, Baby" und "Turn It Up" attestieren, gut gemacht und alles andere als schlecht zu sein, doch subjektiv ist der Trim auf Massentauglichkeit zu konsequent und offensichtlich, als dass man das ignorieren könnte. Dass das von Toby Wright (Korn, Fear Factory, In Flames u.a.) gemixte Album natürlich perfekt klingt, muss wohl kaum extra erwähnt werden - auf "We Rule The Night" wird eben gar nichts dem Zufall überlassen.

FAZIT: Ähnlich wie Linkin Park es mit ihrem dritten Album "Minutes To Midnight" getan haben, justieren SONIC SYNDICATE ihren Sound komplett in Richtung Pop - zwar in der Ausführung nahezu makellos, letztendlich fehlen dem Album aber Seele und Persönlichkeit. Und mit Metal hat das letztlich fast nichts mehr zu tun - verzerrte Gitarren hin oder her.

Andreas Schulz (Info) (Review 4249x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Beauty And The Freak
  • Revolution, Baby
  • Turn It Up
  • My Own Life
  • Burn This City
  • Black And Blue
  • Miles Apart
  • Plans Are For People
  • Leave Me Alone
  • Break Of Day
  • We Rule The Night

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Assaulter
gepostet am: 30.08.2010

Da fragt man sich doch, was so eine Band bei Blast zu suchen hat....
Chris [MR]
gepostet am: 30.08.2010

Na, weil Blast dadurch ein paar Eurolein mehr verdienen kann.
Assaulter
gepostet am: 31.08.2010

Macht Sinn.
David
gepostet am: 31.08.2010

User-Wertung:
10 Punkte

Schließe mich der Meinung der Kritik völlig an. Wer wie ich hoffte dass nach dem letzen Album von Sonic (Love and other Desasters) endlich mal ne komplett fetzige Scheibe kommt wie die beiden Anderen davor, wird mit diesem Album enttäuscht sein. Man kanns zwar immer noch gut anhören, aber das ist kein Sonic Syndicate mehr.
R.I.P. Sonic Syndicate :'(
MetalVolunt
gepostet am: 03.09.2010

ja, ich finde ebenfalls dass das album nix geworden is..., das is ja eig, rock, und naja die vorigen warn sehr viel besser...*heul* :(
Noobstyla
gepostet am: 06.09.2010

Nun ja, vielleicht nimmt sich die Band ja die doch relativ großzügig ausgefallene Kritik der Fans zu Herzen und kommt mal wieder back to the roots. Wäre echt toll^^
Mo-Zart
gepostet am: 11.09.2010

Kann mich den Vorrednern nur anschließen. Die ersten beiden Alben waren voll Hammer, und auch das 3. hatte sich Höhepunkte. Aber das jetztige kann nicht halten, was ich mir nach "Rebellion in Nightmareland" davon versprochen hab.
testhamster
gepostet am: 18.09.2010

voll entäuschend ....
happy_pogo
gepostet am: 19.09.2010

User-Wertung:
15 Punkte

Im gegensatz zu total sinnlosen und bescheurten bands wie sabaton oder cannibal corpse, hat sonic wenigstens noch gute songtexte die auch sinn ergeben. Und sie beweisen mit diesem album dass sie echte musiker sind und nicht nur 08/15 gitarristen wie cannibal corpse!
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 19.09.2010

Sonic Syndicate mit Sabaton und Cannibal Corpse zu vergleichen ist... nun ja... vielleicht etwas weit her geholt. Da macht der Vergleich von Äpfeln und Birnen jedenfalls mehr Sinn.
testhamster
gepostet am: 19.09.2010

voll entäuschend ....
Black_Angel
gepostet am: 30.11.2010

User-Wertung:
13 Punkte

Also mir mir haben die alten Alben von sonic auch besser gefallen ,aber dennoch fehllt mir hier einiges an objektivität bzw toleranz.Diese musik als seelenlose Popmusik zu bzeichnen spricht nicht gerade für den Schreiber .Ich dachte immer Metallfans währen anders (toleranter):-)Ich höre mir oft von anderen Leuten an das die Musik die ich höre keine Melodie hat und die Sänger nicht singen können und Alle Heavy Metal Bands schlecht sind !!!Dann finde ich es cool das es Bands wie die Sonics gibt die Manche Genre Fremde dazu bewegt sich mit Metal zu befassen!!!Ich währe ohne die Scorpions nie zu Metallica Slayer oder Exodus gekommen ;-)
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 30.11.2010

@ Black_Angel: auch ich bin durch die Scorpions zum Metal gekommen und es ist ja auch schön, wenn durch Sonic Syndicate andere Leute zum Metal finden. Ich hab auch kein Problem damit, wenn Metal poppig ist (ich liebe zum Beispiel Edguy), aber es muss ehrlich rüberkommen. Und das ist bei diesem Album leider nicht der Fall. Die Tatsache, dass genau aus diesem Grund vor Kurzem einer der Sänger ausgestiegen ist, bestätigt meine Ansicht wohl auch in gewisser Weise.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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