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The Flying Eyes: The Flying Eyes (Review)

Artist:

The Flying Eyes

The Flying Eyes: The Flying Eyes
Album:

The Flying Eyes

Medium: CD
Stil:

Stoner-Rock

Label: World-IN-Sound
Spieldauer: 42:21
Erschienen: 20.11.2009
Website: [Link]

THE FLYING EYES sorgen mit ihrem ersten Album schon mächtig für Wirbel, wobei ‚erstes Album’ nicht so ganz richtig ist, denn es ist eigentlich ein Zusammenschluss der zwei EPs „Bad Blood“ und „Winter“, die die Band bereits 2008 und 2009 herausbrachte. Wirbel machen sie jedoch nicht deswegen, sondern eher, weil der Sänger William Kelly wie der verstorbene Sänger der DOORS, Jim Morrison, klingen soll. Oder vielleicht weil Kelly gerade mal 17 und seine Bandkollegen 19 Jahre jung waren, als sie 2008 ihre EP „Bad Blood“ aufnahmen und sich dabei musikalisch an eine Zeit erinnerten, die sie nie erlebt hatten. THE FLYING EYES vermischen psychedelischen 60er Jahre Rock mit Stoner-Sound und der kratzig-tiefen Stimme William Kellys. Jim Morrison lässt sich bei dessen Stimme zwar eher nicht raushören, hin und wieder bekommt man aber den Eindruck, versehentlich ein Album von Glenn Danzig eingelegt zu haben – beispielsweise bei „Don’t Point Your God at Me“ oder „She Comes to Me“.
Benannt sind die vier aus Baltimore übrigens nach einem Sci-Fi-Groschenroman aus dem Jahre 1962. Riesige, fliegende Augen wollen die Menschen durch Hypnose zu willenlosen Zombies machen und sie dazu zwingen, alle Atomraketen zu zünden, da die Augen sich von Radioaktivität ernähren. Das mag verrückt klingen, aber angeblich soll das – laut Aussage des Drummers der Band - die Musik der vier Amerikaner am besten beschreiben.

Tatsächlich wabert gleich der erste Song „Lay with me“ düster und psychedelisch durch die Lautsprecherboxen, was sich das Album über fortsetzt. Schwere Riffs mischen sich mit der markanten Stimme des jungen Sängers und bilden energiegeladene Tracks. Insgesamt klingt der erste Teil, der aus den Liedern der früheren EP „Bad Blood“ besteht, etwas rauer und roher als der zweite „Winter“-Teil. Dieser klingt etwas ausgefeilter, klarer und vielleicht auch erwachsener, ohne dabei die jugendliche Spielfreude zu verlieren, mit der die Jungs die ersten fünf Lieder eingespielt haben. Allerdings wäre es trotzdem ganz schön gewesen wenn es zwischendrin auch mal ein paar Stücke gäbe, welche das Ohr entspannen und zur Ruhe kommen lassen. Stattdessen wird bis zur letzten Minute gnadenlos auf den Instrumenten rumgeprügelt und permanent die Aufmerksamkeit des Zuhörers gefordert. Das kann unter Umständen schon fast anstrengend sein und macht diese Scheibe nicht zu einem Album für jeden Tag oder jede Stimmung.
Lässt man sich jedoch etwas auf die Musik ein, nimmt sie einen mit auf eine Reise ins Land der röhrenden Gitarren und brummenden Bässe, wo es nur verrauchte Kneipen und verschwitzte Rockkonzerte gibt.

FAZIT: Die Einflüsse der Band hört man oft heraus und erinnern dabei an Namen wie KYUSS, THE DOORS, DANZIG, JEFFERSON AIRPLANE, BLACK SABBATH, PINK FLOYD und viele andere. THE FLYING EYES schaffen es geschickt, den Stoner- mit dem psychedelischen Rock zu vermischen, finden dabei jedoch leider noch keinen wirklich eigenständigen Stil. Die ersten Schritte sind mit diesem Album jedenfalls getan, und THE FLYING EYES sind definitiv eine Band die man im Auge behalten sollte.

Gast-Rezensent (Info) (Review 3514x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Lay with Me
  • Better Things
  • Bad Blood
  • Don’t Point Your God At Me
  • She Comes To Me
  • We Are Not Alive
  • Red Sheets
  • Around The Bend
  • Winter
  • King Of Nowhere

Besetzung:

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