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The Windmill: To Be Continued (Review)

Artist:

The Windmill

The Windmill: To Be Continued
Album:

To Be Continued

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Just For Kicks
Spieldauer: 54:17
Erschienen: 02.07.2010
Website: [Link]

THE WINDMILL stellen bereits mit ihrem unauffälligen Albumcover klar, dass sie eher Bekanntes anzubieten haben. Umstürzler sind die Norweger zwar nicht, aber sie hängen ihr Fähnchen auch nicht in den Wind.

Klar, die Windmühle hat ja auch Flügel und keine Wimpel, doch abheben möchte man mit der Combo auch nicht unbedingt, denn "To Be Continued" gehört zu den eher durchschnittlichen Releases im Progressive-Bereich. Wiederum gilt zu beachten, dass THE WINDMILL dem Terminus als Stil frönen, statt seine Bedeutung musikalisch auszuleben. Die Mittel sind von Beginn an allseits bekannte: "Cinnamon" bleibt ohne Gesang und steigert sich vom leicht biederen, behäbigen Prog zu einem energetischen Wirbel mit Orgel, Flöte und zu typischen Leads, als dass man von fortschrittlicher Musik im wahren Sinn sprechen möchte. Halten THE WINDMILL nun aber weiterhin, was sie mit dem Opener versprechen? - Horizontales Kopfschütteln vorerst bei "the Colour of Seasons" … oder zumindest die Feststellung, dass der Refrain ungeschickt penetrant ins Gehör geht, derweil der Gesang eher gelangweilt klingt - trotz Saxofoneinsatz eine schläftig machende Angelegenheit. "A Day in a Hero's Life" fängt als Longtrack nicht wirklich spannender an, erfreut sich aber eines engagierteren Vortrags, nachdem der Sänger ausgewechselt worden ist. Der Song versprüht Frohsinn, ehe eine ausschweifende Instrumentalpassage mit teils harten Gitarrenakkorden andauernd auf die Uhr schauen lässt. Der anschließende Balladenabschnitt gelingt besser, was auch fürs virtuose Ende gilt. Das Stück durchläuft mehrere Wandlungen, ohne zu einem Hauptthema zurückzufinden, erscheint aber dennoch schlüssig komponiert. "The Eagle" stellt ein sphärisch floydiges Instrumental dar, das keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt und als verträumtes Interludium durchgeht, und "Don't Be Afraid" kehrt diese sanfte Seite über gut zehn Minuten weiter hervor; ohne Vocal-Hooks besitzt das Lied jedoch ebenfalls Längen, weshalb der Hörer nach dem Outro nicht gänzlich befriedigt verbleibt.

Die Fast-Stunde Musik auf "To Be Continued" spricht Fans von Zeitlos-Prog aus den letzten zweieinhalb Jahrzehnten an; frühe Genreausläufer und deren versponnene Vibes werden außen vor gelassen wie auch allzu kommerzielle oder klebrige Gesten. Das Songwriting hingegen überzeugt nicht vollends, sodass man THE WINDMILL im Mittelfeld der derzeit sehr umtriebigen Szene ansiedeln kann und ihr Album nicht zwingend kaufen muss.

FAZIT: THE WINDMILL stehen Gruppen wie PENDRAGON oder IQ nahe und bestenfalls mit dem großen Zeh in allzu retrospektiven Gefilden. Modern hören sie sich auch nicht an, was an ihrem unauffälligen Material liegt. Mehr Aufregung ergibt beim nächsten Mal mehr Punkte.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 4523x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Cinnamon
  • The Colour of Seasons
  • A Day In A Hero's Life
  • The Eagle
  • Don't Be Afraid
  • To Be Continued …

Besetzung:

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