Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Between The Buried And Me: The Parallax: Hypersleep Dialogues (Review)

Artist:

Between The Buried And Me

Between The Buried And Me: The Parallax: Hypersleep Dialogues
Album:

The Parallax: Hypersleep Dialogues

Medium: CD
Stil:

Progressive/Experimental Metal

Label: Metal Blade
Spieldauer: 30:02
Erschienen: 08.04.2011
Website: [Link]

Ob man bei diesem Dreitracker, dessen Songs insgesamt eine Spieldauer von einer halben Stunde ergeben, wirklich von einem Album reden kann, sei mal dahingestellt. Andererseits gibt es genügend Gegenbeispiele, die beweisen, dass bei so mancher Zehn- oder Zwölf-Song-Kollektion noch früher Sense ist. Oder hat sich schon mal ernsthaft jemand über die Gesamtspielzeit von SLAYERs „Reign In Blood“ beschwert? Okay, ich schweife ab. Fest steht jedenfalls, dass die drei überlangen Stücke des neuen BETWEEN THE BURIED AND ME-Outputs so viel hergeben, wie es zahlreiche zwei- bis dreimal so lange Pamphlete diverser Progger nicht zu bieten vermögen.

Im Hause BTBAM geht es anno 2011 wieder etwas aufgeräumter und derber zur Sache. Das bedeutet nun beileibe nicht, dass die Truppe um Sänger und Keyboarder Tommy Rogers, der kürzlich mit „Pulse“ unter dem THOMAS GILES-Banner ein äußerst empfehlenswertes, fast metalfreies Soloalbum auf den Markt gebracht hat, nun eingängiger oder bequemer konsumierbar vor sich hin schrotet. Im Gegenteil: Die vielen progressiven und freakigen Elemente werden effektiver eingesetzt, vor allem aber deutlich geschickter. War es zuletzt fast so, dass die eher „normalen“ Parts das Besondere waren, überraschen nun die wilden Breaks, Instrumentalkunststücke und Brainfuck-Einlagen endlich wieder richtig. Von Normalität sind die Amerikaner demnach nach wie vor weit, weit entfernt.

Extremmetal diverser Färbungen wird auf bewährtem, technisch höchstem Level dargeboten, und hierbei wird bandtypisch über den Tellerrand geschaut: Indie-Elemente, Mathe-Leistungskurse, Jazz, Filmmusik, französische Traditionals, russisch-folkloristisch anmutende Sounds, Noise, Alternative, Postwhatever, Voivodesk-Futuristisches, klassische Anleihen – und über dieses ohnehin bunte Gemälde sprüht, sprenkelt, spritzt, pinselt und kleckst Rogers mit seiner unverkennbaren, vielseitigen Stimme zusätzliche Farbnuancen, sodass das Bild erst dann wirklich vollständig ist – von Gebrüll und Geschrei bis zu den sonderbaren Klarvocals zieht der Workaholic wieder einmal alle Register seiner Fähigkeiten. Die Stimmungen, die bei all den Drehungen und Wendungen entstehen, könnten dabei unterschiedlicher nicht sein: Wahnsinn, Schönheit, Wut, Aggression, Beschwingtheit, Verzweiflung, Freude, Euphorie, Nervosität, Ruhe...

FAZIT: Das Quintett beweist Selbsttreue und besinnt sich hierbei auf seine Meisterdisziplinen. Den Fan anspruchsvoller, harter Musik wird‘s freuen. Und jene, die mit BTBAM seit jeher nichts anfangen konnten, werden auch um diesen Dreißigminüter einen großen Bogen machen. Selbst schuld.

Chris Popp (Info) (Review 6730x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Specular Reflection
  • Augment Of Rebirth
  • Lunar Wilderness

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 06.04.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Wird das Teil nicht als EP verkauft?

Ist aber auf jeden Fall wieder sehr gelungen!
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 06.04.2011

In der Bandinfo wurde diese Scheibe als "Album" definiert, von daher hab ich das so übernommen, wie es da stand. Wenn's doch eine EP ist, dann ist das ja um so besser, da es den Käufer billiger kommt. :)
Rafa
gepostet am: 19.05.2011

Unfassbar geile EP!!!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!