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Highway Child: Highway Child (Review)

Artist:

Highway Child

Highway Child: Highway Child
Album:

Highway Child

Medium: CD
Stil:

Classic Rock / Bluesrock

Label: VME / Soulfood
Spieldauer: 33:36
Erschienen: 13.05.2011
Website: [Link]

John-Bonham-Schleppgeschepper, teils dünkelhaft androgyner Gesang und garantiert ein Abo auf Gibson-Klampfen: Mit dem dritten Album von HIGHWAY CHILD lässt man sich Dänemark besser gefallen als mit den unlängst nervig gewordenen VOLBEAT. Wo kommen all diese Gruppen gerade her, deren Musikverständnis bis maximal 1975 und nicht weiter in die Neuzeit zu reichen scheint, obwohl sie weiland vielleicht noch als Protein in Papas Gehänge durch die Gegend geschaukelt sind?

"Something New To Get Fooled By" wirkt in seiner Unbeweglichkeit fast wie ein Intro, doch der folgende "Hangman's Blues" stellt neben LED ZEPPELIN gleich die Quelle nahezu aller harten Gitarrenmusik als Einfluss des Quartetts in den Vordergrund: Blaumänner aus den Sümpfen am Mississippi, wo auch Jimmy Page sich gern unter der Hand bedient hat. "Shades Of Blue" ist dann ein typischer Stomper mit immer noch nicht so recht überzeugenden, weil gleichförmigen Vocals, deren chorisch soulige Andickung jedoch gefällt. Schönes Solo auch, Herr, Eriksen … "Real Love" kokettiert vom Titel her passend mit Psychedelia.

Nach der kurzen Spritzpistole vom Jahrmarkt "Copenhagen Bye Bye" packen HIGHWAY CHILD noch mehr Südstaatenseele eingedenk Mundharmonika und perkussivem Gezischel aus. Während "Love Love Love" mehr von "Shades Of Blue" an den Tag legt , nur schwächer, achtelt das Folgestück fast schon QUEENS-OF-THE-STONE-AGE-mäßig (teils schräg auch wie deren Kollegen THE EAGLES OF DEATH METAL) gen Indie-Disco. An "Soulmender" gefallen vor allem die Mädels im Hintergrund mit ihrem "shout it out loud", an "Love And Let Die" die Skandi-Rock-Note zirka Nicke Andersson in der gesetzteren Jetztzeit. Man sieht schon: Bezüge gibt es viele, "Highway Child" funktioniert allein als Stilblüte und selten als eigenständiges Erzeugnis, wiewohl auf hohem Niveau.

FAZIT: Von FREE über HENDRIX bis CREAM und, und, und … HIGHWAY CHILD überzeugen mit einem angemessen kurzen Scheibchen allein Menschen mit beiden Ohren in der Vergangenheit der Stromgitarre; ihre Songs reißen nicht mit wie die von RIVAL SONS, den aktuell besten Reanimatoren auf diesem Feld, sind aber immer noch gut genug, um der Jugend Geschichtsstunden zu erteilen - eine Wohltat, diese natürlichen Sounds … doch was, wenn wir ihrer überdrüssig werden, nachdem sie der Trigger- und Klangdesign-Generation Einhalt geboten haben, ein Prozess, der bereits im vollen Gange ist? Man sieht auch angesichts von Gruppen wie GRAVEYARD einen Trend - und dies im Internet-Zeitalter bereits so früh, dass man schon zu Beginn der Woche den samstäglichen Kater fürchtet.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2341x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Something New To Get Fooled By
  • Hangman's Blues
  • Shades Of Blue
  • ReaL Love
  • Copenhagen Bye Bye
  • Play For Soul
  • Love Love Love (I'm Gonna Take It Out On You)
  • Turn Your Back And Go
  • Soulmender
  • Love And Let Die
  • La Reptation Macabe

Besetzung:

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