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Hunted: Welcome The Dead (Review)

Artist:

Hunted

Hunted: Welcome The Dead
Album:

Welcome The Dead

Medium: CD
Stil:

Progressive/Power/Thrash Metal

Label: Massacre Records
Spieldauer: 50:50
Erschienen: 29.07.2011
Website: [Link]

So richtig kreativ waren HUNTED bei der Namenswahl nicht. Oder hat man etwa Verwechselungen mit den Fast-Namensvettern THE HUNTED oder THE HAUNTED einkalkuliert? Kann man eigentlich nicht glauben, denn dafür sind HUNTED auf einer komplett anderen Straße unterwegs.

Der Fünfer aus dem walisischen Cardiff spielt technisch höchst anspruchsvollen und modern tönenden Power Metal. ICED EARTH trifft NEVERMORE trifft SYMPHONY X trifft Tim "Ripper" Owens. Das klingt in der Theorie schön spannend, hat aber in der Praxis hin und wieder einen Pferdefuß. Nämlich dann, wenn die Band - wie es insbesondere im ersten Teil von "Welcome The Dead" der Fall ist - zu viel auf einmal will. Riffgewitter, hektische Drums, Screams, dann urplötzlich Akustikgitarren oder melodischer Gesang, und das alles innerhalb kürzester Zeit, so dass man den fünf Burschen erst einmal beruhigend die Hand auf die Schultern legen möchte. Ruhig, janz ruhig!

Ein wenig mehr Zurückhaltung wäre also wünschenswert. So wie ab Mitte des Debütalbums, wenn die Waliser spürbar zielgerichteter zu Werke gehen, wenn durchgehend ein roter Faden erkennbar ist und nicht auf Teufel komm raus mit den zweifelsohne im Überfluss vorhandenen technischen Fähigkeiten hausieren gegangen wird. Hier sitzen dann nämlich die Melodien, passen die Breaks.

Und wäre "Welcome The Dead" nach neun Songs zu Ende, könnte man von einer Medaille mit zwei Seiten sprechen. Leider bringt aber das Cover von NEVERMOREs "The Heart Collector" die Waage zur falschen Seite zum Kippen. Musikalisch bleibt man zwar äußerst nahe am Original, doch zerknödelt Sänger Chris G. den Song leider bis zum Herzstillstand. Das ist umso trauriger, als dass der Frontmann ansonsten mit seinem Ripper-Organ vollkommen überzeugen kann.

FAZIT: Gute Ansätze sind reichlich vorhanden, doch stellenweise reißen HUNTED mit dem Hintern wieder ein, was sie zuvor mühsam mit den Händen aufgebaut haben. Wenn man in Zukunft das hektische und zuweilen selbstverliebte Extremfrickeling sein lässt, kann das noch was werden. Aber, nein, liebe Kritikerkollegen, die "nächsten DREAM THEATER" werden HUNTED mit Sicherheit nicht werden.

Lothar Hausfeld (Info) (Review 3208x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Welcome the Dead
  • Silence of Minds
  • Chosen
  • Aria (In Memoriam)
  • The Incident
  • Impaled
  • Scars
  • I Want Nothing
  • Shadows
  • The Heart Collector

Besetzung:

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