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Jonathan Davis And The SFA: Alone I Play - Live At The Union Chapel (Review)

Artist:

Jonathan Davis And The SFA

Jonathan Davis And The SFA: Alone I Play - Live At The Union Chapel
Album:

Alone I Play - Live At The Union Chapel

Medium: CD+DVD
Stil:

KORN im Artrock-Kleidchen

Label: Music In Motion / Intergroove
Spieldauer: 02:37:32
Erschienen: 26.08.2011
Website: [Link]

Am 16. Juni 2008 spielte KORN-Sänger Jonathan Davis mit seinen "Simply Fucking Amazings", wofür das SFA steht, ein Konzert in der Londoner Union Chapel im Rahmen der "Alone I Play"-Tour. Das bedeutet, dass Davis auf einem großen, rot-goldenen Thron sitzt (eigentlich zappelt er die ganze Zeit darauf herum) und zu den Songs singt, die von seiner Begleitband ziemlich beeindruckend dargeboten werden.

Die Songs heißt, dass es hier ein paar KORN-Klassiker, ein paar Songs, die KORN selten oder nie live gespielt haben und die Songs zu hören und zu sehen gibt, die Davis für den Soundtrack zu "Queen Of The Damned" geschrieben, aber nicht selber gesungen hat. Man könnte folglich behaupten, dass dieses DVD-/CD-Package also nur etwas für eingefleischte KORN-Fans ist, das wäre allerdings etwas zu kurzsichtig. Grundsätzlich sollte man aber zumindest Davis' charakteristischer Stimme etwas abgewinnen können, die steht bei der Darbietung nämlich im Vordergrund. Das wirklich spannende jedoch ist die instrumentale Umsetzung der Songs, die einerseits sehr reduziert ist, andererseits fast schon in Artrock-Sphären vordringt. Mit Kontrabass, sehr akzentuierter Gitarre, E-Piano und Keyboards, vergleichsweise ruhigem Drumming und einer oft orientalisch klingenden Doppelhals-E-Geige wird ein sehr atmosphärischer Teppich gelegt, der durchaus an die Musik von RIVERSIDE zu erinnern vermag.

Auf diesem Teppich legt Davis seine unverkennbare Stimme aus, die gleichermaßen gefühlvoll wie eindringlich damit harmoniert, wunderbar ergänzt durch die Backing Vocals des indischen Geigers Shenkar, der sehr mystisch klingt und dem Material dadurch eine weitere Ebene verleiht. Songs wie "Got The Life", "Falling Away From Me" und "Alone I Break" muss man wohl niemandem mehr groß vorstellen, dass Jonathan Davis aber ein ausgezeichneter Songwriter ist, machen die Lieder deutlich, die auf dem "Queen Of The Damned"-Soundtrack erschienen sind, allen voran das superbe "Forsaken".

Die CD hat die gleiche Tracklist wie die DVD, der grundsätzlich der Vorzug zu geben ist. Die stimmungsvolle Atmosphäre in der Londoner Kirche ergänzt sich gut mit der Musik und die Hampeleien von Davis sind zumindest amüsant anzusehen, zudem hat der Sänger sichtbar gute Laune und Freude an der ungewöhnlichen Darbietung der Songs, gelegentliche Schwankungen in seiner Stimme nimmt man hin. Der Sound ist auf beiden Formaten makellos.

FAZIT: Musikalisch spannend inszeniert und interessant, auch weil Davis sich nicht auf KORN-Standards beschränkt, sondern der Songauswahl seine eigenen Vorlieben zugrunde gelegt hat.

Andreas Schulz (Info) (Review 4371x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • System
  • Last Legal Drug
  • 4 U
  • Hey Daddy
  • Forsaken
  • Dirty
  • Alone I Break
  • Slept So Long
  • Kick The P.A.
  • Not Meant For Me
  • Hold On
  • Careless
  • Redemeer
  • Got The Life
  • Falling Away From Me

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 19.10.2011

Klingt gar nicht unspannend, wird reingehört!
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 19.10.2011

Wow...
Mirko
gepostet am: 20.10.2011

Wie ist das zu verstehen? *gg*
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 11.11.2011

Das ist als "fantastisch" zu verstehen. Ich respektiere Korn ja, wenngleich ich wohl nicht unbedingt ein Fan der Band bin. Die Platten kenne ich und finde sie fast alle hörbar.

Aber dass das alles mit dieser Liveatmosphäre so geil rüberkommt, auch mit dieser Instrumentierung und in Form dieser Neuinterpretationen, hätte ich so nicht erwartet.

Saugeil.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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